Corona-Ampel: Diese Ländle-Bezirke blinken gelb

Noch leuchten alle Vorarlberger Bezirke grün. Das könnte sich am Freitag ändern.
Noch leuchten alle Vorarlberger Bezirke grün. Das könnte sich am Freitag ändern. ©APA/Corona-Dashboard
Die Vorarlberger Bezirke Bludenz und Dornbirn verzeichnen eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 20 und liegen damit über dem kritischen Signalwert der Corona-Kommission. Noch leuchtet ganz Vorarlberg grün, am Freitag wird die Kommission bekannt geben, ob diese Bezirke eine andere Ampelfarbe bekommen.

Bludenz (23) und Dornbirn (33) haben eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 20, das heißt es gab über 20 neue Fälle pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Bei der Überschreitung dieses Wertes, evaluiert die Corona-Kommission, ob eine Gelb-Schaltung für diesen Bezirk erfolgen soll.

"Diese Bezirke blinken gelb"

"Diese Bezirke blinken ein wenig gelb und sollten besonders achtsam sein", sagt Gesundheitsminister Rudolph Anschober (Grüne). Weil aber auch andere Indikatoren in die Bewertung einfließen (Nachverfolgbarkeit der Infektionen, Spitalskapazitäten, Anteil positiver Tests), könnten die Bezirke durchaus auch grün bleiben.

In Vorarlberg gibt es auch eine eigene Landes-Corona-Kommission, die sich am Montagmorgen darüber beraten hat, ob die Ampel für Vorarlberg auf Gelb geschaltet werden soll. Wie ORF Vorarlberg berichtet, seien die Experten im Land aber nach reiflicher Überlegung zu dem Entschluss gekommen, dass sie auf Grün bleiben kann, weil die Cluster in Vorarlberg relativ gut identifiziert werden können, der Spitalsbereich gut aufgestellt sei und die Testungen auf einem guten Niveau seien.

(c) APA

Die anderen Vorarlberger Bezirke liegen momentan unter dem kritischen Wert bei 18,50 (Feldkirch) und 15,56 (Bregenz). Ob sich die Farben in Vorarlberg ändern, wird jeden Freitag bekannt gegeben.

APA

Was die Ampelfarben konkret bedeuten

Grün

Grünes Licht, das momentan noch für alle Vorarlberger Bezirke gilt, bedeutet nicht komplette Sorgenfreiheit. Die Regeln, die momentan überall gelten: MNS in Öffis, Supermärkten, in Banken und bei der Post, sowie in Gesundheitseinrichtungen. *Veranstaltungen in Innenräumen mit bis zu 5.000 Personen erlaubt, ohne Sitzplatz dürfen nur 200 rein. Im Freien sind 10.000 Personen erlaubt. Gibt es keine fixen Sitzplätze, sind nur 200 erlaubt. Weiterhin soll zu haushaltsfremden Personen der Ein-Meter-Abstand eingehalten werden.

Gelb

Die in den grünen Bezirken geltenden Maßnahmen werden verschärft. Maskenpflicht in allen Geschäften, in der Gastronomie nur für Kellner. Die Sperrstunde in Lokalen bleibt bei 1 Uhr. In Schulen herrscht außerhalb der Klasse Maskenpflicht für Schüler und Lehrer. *Bei Veranstaltungen dürfen nur noch 2500 Personen teilnehmen (mit zugewiesenen Plätzen). Ohne Sitzplatzzuweisung nur 100 Personen. Für Outdoor-Veranstaltungen gilt eine Obergrenze von 5.000 Besuchern, ohne Sitzplatz sind ebenfalls 100 erlaubt. Die Maßnahmen für Veranstaltungen werden allerdings erst im Oktober gesetzlich verankert.

Orange

Bei Orange gilt die Maskenpflicht in allen geschlossenen, öffentlichen Räumen und im Freien, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Auch in der Gastro ist die Maske wieder Pflicht (natürlich nicht am Tisch). *Ohne Sitzplatzzuweisung sind drinnen nur 25 Personen bei Veranstaltungen erlaubt, mit Zuweisung sind 250 möglich. Outdoor gilt: mit Sitzplatz bis zu 500 Personen, ohne bis zu 50. Bei allen Veranstaltungen gilt die MNS-Pflicht. Verboten sind Sportarten, bei denen es zu Körperkontakt kommt. In der Schule werden Sport und Singen - wenn möglich - nach draußen verlegt. Die Sperrstunde für Lokale verschiebt sich auf 24 Uhr.

Rot

Leuchtet ein Bezirk rot, wird in den Schulen nur noch Notbetrieb gefahren, wenn es geht, wird wieder auf Homeschooling umgestellt. Alle Veranstaltungen, außer Trauungen und Beerdigungen, sind gestrichen. Im Arbeitsbereich wird bei Rot Homeoffive empfohlen, wo es möglich ist. Kundenkontakte sind nur noch in essenziellen Bereichen zulässig (Lebensmittel, Apotheken, Tankstellen,..). Die Gastronomie sperrt wieder zu, Lieferservice ist aber noch erlaubt. Ebenfalls zu sind die Sportstätten, für Altersheime und Krankenhäuser herrscht Besuchsverbot. Auch bei privaten Treffen wird der Mund-Nasen-Schutz empfohlen.

*Veranstaltungen müssen freilich trotzdem vorher von der zuständigen Behörde erlaubt werden

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(Red.)

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