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Container-Stau in Wolfurt

Wolfurt - Der 1980 eröffnete Güterbahnhof in Wolfurt ist technisch veraltet und zu klein. Das wirft für die Vorarlberger Wirtschaft Probleme auf. Denn vielen Betrieben wird dadurch der Transport-Umstieg von der Straße auf die Schiene erschwert bzw. unmöglich gemacht.

Ein Standortnachteil

Es soll noch drei bis fünf Jahre dauern, bis ein Umbau erfolgt. „Das ist viel zu lang. Ein nicht den heutigen Anforderungen entsprechender Güterbahnhof ist ein Schaden für die heimische Wirtschaft“, sind sich Willibald Nigsch, Niederlassungsleiter, und Michael Kramer – Leitung Seefracht – von Gebrüder Weiss einig. Und Ingmar Blum, Leiter Transportlogistik bei der Julius Blum GmbH in Höchst, spricht in diesem Zusammenhang u. a. von einer mangelnden „verkehrstechnischen Standortsicherung“ in Vorarlberg. Wie dringend ein Umbau ist, wird durch die Entwicklung des Containerumschlags im Hamburger Hafen deutlich. Der österreichische Markt ist für den Hafen Hamburg extrem wichtig. Österreich rangiert nämlich bereits auf Platz zwei bei den Zugsverbindungen Hamburg–Hinterländer. Allein nach Wolfurt rollen täglich sechs bis acht solcher Züge. Pro Zug werden im Schnitt 60 Container transportiert. Daher ist es von größter Wichtigkeit, dass Bahnanbindungen und auch Inlandterminals im selben Maße wie die Seehäfen ausgebaut werden. Denn durch die immer stärker werdende Globalisierung haben sich die weltweiten Volumina im Bereich Seefracht in den letzten Jahren dramatisch gesteigert. So stieg das weltweite Containerumschlagsvolumen von 191 Mill. Containern (1998) auf 544 Mill. Container im heurigen Jahr. Diese Zahlen machen den rasanten Zuwachs in den letzten Jahren deutlich. Ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht. Der Hafen Hamburg konnte als stärkster deutscher Seehafen und wichtigster Containerhafen für Österreich von 1983 bis 2007 eine Steigerung von 9,08 Mill. Container verzeichnen (Grafik).

Riesige Kapazitäten

Um diesen Anstieg umsetzen zu können, wurden die Containerschiffe immer größer und breiter, um mehr Ladung transportieren zu können. In Planung befindliche Schiffe haben eine Kapazität von mehr als 15.000 Containern. Die Orderbücher für neue Schiffe zeigen, dass zur derzeitigen Kapazität zusätzlich noch ein Plus von 58 Prozent bestellt wurde. Aufgrund dieser Entwicklung wird in Hamburg permanent an der Erweiterung der Kapazitäten gearbeitet. Der derzeitige Ausbauplan sieht vor, die Kapazitäten bis 2015 auf 20 Mill. Container zu erweitern. Das entspricht einer Verdoppelung des Umschlagvolumens in nur acht Jahren. Zusätzlich zu den erweiterten Kapazitäten setzt auch Hamburg, wie die anderen Häfen in Europa, auf eine Verkürzung der Verweildauer der Container im Hafen – die so genannte „Dwell Time“.

Verweildauer abfedern

Wurde vor einigen Jahren für spezielle Geschäfte noch bis zu 20 Tage lagergeldfreie Zeit im Seehafen gewährt, beträgt dieser Zeitraum heute auch für Großgeschäfte höchstens drei Tage. Denn eine Reduzierung der „Dwell Time“ um einen Tag steigert die Stellkapazität eines Terminals um 15 bis 20 Prozent. Damit sind die Inlandterminals wie Wolfurt gefordert, die kürzere Verweildauer der Container in den Seehäfen abzufedern und keine Staus entstehen zu lassen. „Bei anderen Containerterminals etwa in Neu-Ulm, Niederglatt und Rekingen bei Zürich hat man die Zeichen der Zeit erkannt und entsprechende Ausbauten vorgenommen. Über diese Terminals wird bereits jetzt jenes Transportvolumen von und nach Vorarlberg abgewickelt, das in Wolfurt nicht mehr verkraftet werden kann. Damit sind aber die Umwelt belastende Lkw-Fahrten und eine Abwanderung von Wertschöpfung verbunden. Denn, die Ware sucht sich den schnellsten Weg“, so Willibald Nigsch.

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