„Container-Dorf“ ist endlich Geschichte

Mehr als ein Jahr überzog der Rest des „Container-Dorfs“ sein Dasein am Autobahnanschluss Leiblachtal.
Mehr als ein Jahr überzog der Rest des „Container-Dorfs“ sein Dasein am Autobahnanschluss Leiblachtal.
Mehr als ein Jahr „Verspätung“ für die Demontage der Baustelleneinrichtung für zweite Pfänderröhre.

Hörbranz. (stp) Seit mehr als einem Jahr rollt der Verkehr durch den zweiröhrigen Tunnel im Pfänder – die Baustelleneinrichtung hat ihr geplantes „Ablaufdatum“ jedoch weit überschritten. Die gute Nachricht: Jetzt ist das „Container-Dorf“ beim Anschluss Leiblachtal endlich Geschichte. Jetzt fehlt nur noch der zweite Schritt – die Rekultivierung der befestigten Fläche.

Mehr als 100 Container

Zuletzt waren noch rund die Hälfte der ursprünglich mehr als 100 Container auf dem Gelände verblieben. Die ersten wurden Ende 2007 aufgestellt. 60 nagelneue Bürocontainer – geliefert per Tieflader und Spezialkran, binnen weniger Tage montiert und mittels rund einem Dutzend Elemente für Verbindungsgänge zu einem „Bürohaus“ zusammengefügt. Wenig später folgten Wohncontainer. Mehr als 50 Mineure wohnten hier in der intensiven Phase des Tunnelbaus. Als die Hauptarbeit getan war, die Mineure zur nächsten Baustelle weiterzogen, wurde auch der erste Teil der Container wieder demontiert. Sie wurden nicht mehr benötigt, weil jetzt am Tunnelausbau Großteils Mitarbeiter heimischer Firmen tätig waren – und diese benötigten keine Quartiere.

Firmenpleiten verzögerten

Ein Teil der Container war schon vor Inbetriebnahme des vollausgebauten Pfändertunnels abgebaut, für den Rest war Frühherbst 2013 als Abbruchtermin vorgesehen. Doch da kamen unvorhergesehene Umstände dazwischen. Der Termin verstrich – nicht besonders überraschend, denn im Verlauf des Tunnelbaus samt Sanierung der bestehenden Röhre war es in der bauausführenden Arbeitsgemeinschaft zu erheblichen Turbulenzen gekommen. Gelinde ausgedrückt, denn die „Tunnel ARGE“ hat sich im Laufe der Arbeiten komplett „aufgelöst“. Zunächst fand man noch eine Lösung – als der Partner Beton- und Monierbau während der heißen Bauphase Insolvenz anmelden musste, hat Alpine die Pleitefirma B+M aufgefangen, rekapituliert ASFINAG-Pressesprecher Alexander Holzedl und ergänzt, dass die ASFINAG in diesen ganzen Turbulenzen mehrfach Glück hatte, denn als der Pleitegeier auch der Alpine den Garaus machte, war das Tunnelprojekt einschließlich der Oströhrensanierung gelaufen. Was jetzt noch zu tun war, war Angelegenheit von Subunternehmen, die den Tunnelbau ohne die „ARGE“ zum Abschluss brachten.

Nicht zuständig

Für den Abbau der Baustelleneinrichtung waren diese Subunternehmer allerdings nicht zuständig, dafür musste sich die ASFINAG mit den Masseverwaltern der insolventen Firmen zusammenraufen und „die Gemeinde Hörbranz hatte darauf keinen Einfluss, wir konnten lediglich den vereinbarten Abbruchtermin urgieren, hatten aber andererseits auch Verständnis dafür, dass es unter diesen Umständen nicht termingemäß durchgeführt werden konnte“, hatte der Hörbranzer Bürgermeister Karl Hehle im Gespräch mit der VN-Heimat mehrfach betont. Jetzt hofft er, dass es auch mit der Rekultivierung rasch vorangeht und dieses Kapitel des Tunnelbaus abgeschlossen werden kann.

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