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Comichafte Schwarzlichtrevue kommt nach Wien

"Glow! The Show": Die Leinwand auf der Bühne ist schwarz. Die bewegten Bilder produzieren die Schauspieler, neun unsichtbare Akteure. Sichtbar sind drei Darsteller, die in einer grellen Montur ein buntes Animationsspektakel in 3D bieten.

Unter ihnen: der israelische Comedy-Star Lior Kalfo, Regisseur und Hauptdarsteller von “Glow! The Show”. Derzeit ist die Show in Hamburg zu sehen. Ab 9. September gastiert das Spektakel in der Wiener Stadthalle. Der Vorverkauf startet heute, Montag.

Inspiriert hat Lior Kalfo das “Schwarze Theater” in Prag. Dort hat der Schauspieler das technische Handwerk gelernt, und dort feierte er mit seiner ersten Schwarzlichtshow “Wow” erste Erfolge auf dem Gebiet. “Ich hab dem Genre für meine Shows die altmodische Poesie und Romantik ausgetrieben”, erzählte Kalfo bei der Deutschlandpremiere im Gespräch mit der APA. Zwei Jahre dauerten die Vorbereitungen und Proben von “Glow! The Show”, die nun in Europa auf Tour ist. Das 17-köpfige Künstlerteam stammt wie Kalfo selbst durchwegs aus Israel, wo Kalfo für Dutzende Serien vor der Kamera stand. Hier bedient der Regisseur die Sehgewohnheiten von rasanten Action-Filmen und lärmenden Computergames. Die Geschichte hinter den Effekten ist eher nebensächlich.

Die drei Protagonisten erinnern durch Kostüme und Hartschaumperücken an Comicfiguren. Die in Nebeldunst und Schwarzlicht unsichtbaren Akteure bringen Sofas, Fernseher oder Bürotische zum Laufen, die Gegenstände und Körper zum Fliegen. Die Dreiecks-Lovestory von Emily, dem bösen, reichen Boss und dem schüchternen Büroknaben Glow zitiert Muster und Klischees aus Hollywood-Blockbustern wie “Spiderman”, “The Mask” und “Matrix”. Letzteres übrigens mit ausgezeichneter Slowmotion-Performance. Die Angst und Wunschfantasien des Antihelden werden manchmal lebendig und zu plastischen Bilder-Episoden. So springt das Popcorn, das Glow beim romantischen Dinner fabriziert, plötzlich in überdimensionaler Form in den Zuschauerraum, oder der Angriff der Monsterspinnen auf Emily geht auf das Publikum über.

Was die Dialoge betrifft, so wird kein einziger Satz in einer wirklichen Sprache gesprochen. Wortfetzen à la Esperanto, gemixt aus Deutsch, Spanisch, Englisch unterstützen die Handlung und können mitunter etwas einförmig wirken. “Wenn wir nach Wien kommen, werden wir den dortigen Slang einbauen”, verspricht Kalfo für die Vorstellungen in Österreich. In der intelligent montierten Show mit vielen Comic-Gags, optischen Täuschungen und bekannten Mitsing-Songs triumphieren schließlich die Tricks über die mediale Satire.

 

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