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Comeback wäre ein "Hammer"

In zwei Monaten geht die erste Herrenabfahrt des neuen Ski-Weltcups über die Bühne. Ob am Schauplatz Lake Louise mit oder ohne Christian Greber gefahren wird, steht noch in den Sternen.

Schnee kennt Greber momentan nur vom Hörensagen. “Frühestens in 14 Tagen werde ich wieder die Ski anschnallen, immer noch stehen Ausdauer und Kraft im Rahmen der Rehabilitation im Vordergrund.” Knapp ein Jahr nach seinem schweren Sturz beim Abfahrtstraining am Pitztaler Gletscher arbeitet der 31-Jährige mit Hochdruck am Comeback. “Es wäre ein Traum, nein, ein absoluter Hammer, sollte es mit dem Rennlauf nochmals funktionieren.”

Greber hält sich immer wieder die Schwere seiner Verletzung vor Augen: “Der Unterschenkel war fast weg, im Knie alles kaputt – ich muss fast lachen, wenn mir jemand von einem Kreuzbandriss erzählt.” Zu schaffen macht dem Mellauer vor allem eine Nervengeschichte im linken Bein: “Das Empfindungsvermögen ist weg. Ich spüre nicht, wo der Skischuh abschließt, ob er zu locker oder zu eng sitzt, ob zu viel oder zu wenig Druck da ist.” Mit Hermann Maier hat er einen Leidensgenossen: “Ich habe mich mit ihm darüber unterhalten. Bei seinem Unfall wurde der gleiche Nerv in Mitleidenschaft gezogen.”

Das Sommertraining in Chile war für den Sechsten der Olympiaabfahrt 2002 positiv verlaufen: “Ich bin über drei Wochen täglich vier Stunden auf Ski gestanden”. Riesentorlaufschwünge, freies Fahren, Techniktraining verliefen ohne Probleme. “Auch über Super-G-Kurse habe ich mich schon getraut.”

Die Rehabilitation und das Trockentraining gehen für Christian dem Ende zu. Und die Ungewissheit beginnt von Neuem. Denn die letzten drei Wochen vor dem Weltcupstart werden wegweisend: Da steht für Greber das erste richtige Abfahrtstraining auf dem Programm. “Und erst dann wird man sagen können, ob ein Comeback Sinn macht oder nicht.”

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