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Comeback der Maskenpflicht - Was Sie jetzt wissen müssen

"So viel Freiheit wie möglich, so viel Einschränkung wie notwendig", sagte Kanzler Kurz am Dienstag zur Maskenpflicht
"So viel Freiheit wie möglich, so viel Einschränkung wie notwendig", sagte Kanzler Kurz am Dienstag zur Maskenpflicht ©APA
Die Regierung hat am Dienstag das Comeback der Maskenpflicht verkündet. Hier sind die wichtigsten Infos: Ab wann und wo sie gilt, wie lange, und welche anderen Maßnahmen getroffen wurden.
Maskenpflicht ab Freitag wieder gültig

Warum? Wegen des Anstiegs der täglichen Covid-19-Infektionszahlen im dreistelligen Bereich hat die Regierung die Mitte Juni gelockerte Maskenpflicht wieder verschärft. Hauptziel sei die Verhinderung einer zweiten Welle, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstag.

Wo gilt die Maskenpflicht? In Supermarkt, Bank und Post muss erneut Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Ab wann gilt die Maskenpflicht wieder? Ab Freitag, den 24. Juli, tritt die heute wieder eingeführte Maskenpflicht in den oben aufgeführten Bereichen wieder in Kraft.

Hintergründe zur Maskenpflicht

©APA

Gibt es weitere Gründe für die Maskenpflicht? Die Maske soll auch deswegen wieder verstärkt getragen werden, "weil wir wissen, dass sie auch einen symbolischen Effekt hat", führte der Kanzler aus. Es gehe darum, das Risikobewusstsein in jenen Teilen der Bevölkerung, wo es gesunken ist, wieder anzuheben.

Gibt es weitere Maßnahmen? Weitere Maßnahmen gegen das wieder lauter gewordene "virologische Grundgeräusch", so die Bezeichnung von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) für die Zunahme der Infektionen mit SARS-CoV-2, sind strengere Regeln an den Grenzen und raschere Testungen.

Warum strengere Grenzkontrollen? Der Bundeskanzler nannte in diesem Kontext Cluster, die insbesondere durch eingeschleppte "Balkan-Neuinfektionen" entstanden sind. Ebenfalls ab Freitag ist die Einreise aus Risikogebieten daher nur noch mit einem negativem PCR-Test erlaubt, der aus einem zertifizierten Labor stammen muss.

Opposition kritisiert Maßnahmen

Was wird im Inland noch gemacht? Im Inland ist eine verstärkte Quarantäneüberwachung ein weiterer aktueller Schritt. Laut Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) wurden bisher rund 56.000 Quarantänen überprüft, in 260 Fällen kam es zu Verstößen, "wo gestraft werden musste". Dafür habe er kein Verständnis, der Kontrolldruck werde nun erhöht, betonte Nehammer.

Welche Maßnahmen werden für die Zukunft gesetzt? Der für den Bundeskanzler "zentrale Punkt" ist hier das österreichische Ampelsystem, mit dem das Covid-19-Risiko bis auf die Bezirksebene einstuft werden soll. Im August soll ein Probebetrieb starten, kündigte der Gesundheitsminister an.

Wie funktioniert das Ampelsystem? Die zwei grundlegenden Eckpfeiler - die Festlegung der Kriterien, nach denen die vierstufige Ampel gestellt wird, und die Schaffung der Corona- Kommission, die diese Ampel sozusagen schaltet - soll gemeinsam mit allen betroffenen Ministerien verankert und noch im Sommerministerrat beschossen werden. Je nach Ampelstufe sollen dann in den betreffenden Bezirken Maßnahmen verhängt werden.

War die Lockerung im Juni ein Fehler? Laut Bundeskanzler nicht. "Sich stärker einzuschränken als notwendig", wäre absurd. Laut Anschober befinde man sich ja trotz allem in einer positiven Situation im Vergleich zum März, denn nun könne man sich vorbereiten.

Die vollständige PK der Regierung

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(APA/VOL.AT)

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