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CO2-Zertifikate kosten Österreich eine Milliarde

Rund 100 Mio. Tonnen zu viel CO2
Rund 100 Mio. Tonnen zu viel CO2 ©APA (epa)
Österreich wird sein Kyoto-Ziel, über die Jahre 2008 bis 2012 im Schnitt nur 68,7 Mio. Tonnen Treibhausgase auszustoßen, voraussichtlich nicht erreichen und muss daher aus dem Ausland CO2-Zertifikate zukaufen.

Bis 2013 wird das Land dafür eine Milliarde Euro ausgeben müssen, warnten Christian Plas, Gründer des Umweltconsulters denkstatt, und Raiffeisen-Leasing-Geschäftsführer Peter Engert.

Beide übten scharfe Kritik an der heimischen Energiepolitik und plädierten für eine aufkommensneutrale CO2-Steuer sowie ein neues Ökostromgesetz. Das Geld für die Verschmutzungsrechte sei “futsch” und bringe Österreich weder Steuern noch Arbeitsplätze. Eigentlich hätte Österreich in den vergangenen Jahren seine CO2-Emissionen reduzieren sollen. Wie Plas vorrechnete, wurden aber 2007 schon 88 Mio. Tonnen ausgestoßen, um elf Prozent mehr als im Referenzjahr 1990. Schuld an der Erhöhung waren hauptsächlich der Verkehr (+90 Prozent) und die Industrie (+15 Prozent). Vor zwei Jahren betrug der Emissionsüberschuss insgesamt 19,3 Mio. Tonnen. Von 2008 bis 2012 könnte das jährliche Defizit somit 20 bis 30 Mio. Tonnen erreichen, sagte Plas. Im gesamten Erfüllungszeitraum werde Österreich rund 100 Mio. Tonnen CO2 zu viel ausstoßen.

Bis Ende 2013 muss Österreich nachweisen, dass es genug Verschmutzungsrechte erworben hat, andernfalls droht ein Vertragsverletzungsverfahren. Dass sich viele Länder von ihrer Verschmutzung “freikaufen” müssen, treibt den Preis für die Zertifikate, die an Börsen gehandelt werden, in die Höhe. Derzeit koste eine Tonne rund 13 bis 15 Euro. “Für Papiere, die dann zerrissen werden”, müsse Österreich demnach mindestens 1 Mrd. Euro aufbringen, warnte Plas. Durch den Zertifikatszukauf werde keine Wertschöpfung im Inland generiert. Dass Österreich im Gegenzug nur 100 Mio. Euro für thermische Sanierung ausgebe, ist auch für Engert “wirklich ein Drama”.

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