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Clooney kritisiert Krieg der USA

Hollywoodstar George Clooney (44) hat den von den USA ausgerufenen Krieg gegen den Terrorismus scharf kritisiert. "Das ist kein Krieg, den man mit Bomben gewinnen kann."

Das sagte Clooney am Freitag auf der Berlinale. „Hier geht es um bestimmte Ideen, die sich nicht durch das Beschießen eines Landes lösen lassen.“ Clooney stellt auf den 56. Internationalen Filmfestspielen Berlin sein neuestes Werk „Syriana“ vor. Der Film, der im offiziellen Berlinale-Wettbewerbsprogramm außer Konkurrenz läuft, prangert die Korruption im weltweiten Ölgeschäft an.

„Ich bin es satt, als Verräter meines Landes bezeichnet zu werden, nur weil ich Dinge über den Irakkrieg gesagt habe, die sich später auch noch als wahr herausgestellt haben“, sagte Clooney. „Aber wenn es schon so ist, dann kann ich mich auch entsprechend verhalten – schlimmer kann es nicht mehr werden.“ Deswegen habe er einen Film machen wollen, der Themen wie Terrorismus und Korruption aufgreife und zur Diskussion anrege.

„Man muss die Gründe für das Verhalten der Extremisten besser verstehen lernen“, sagte Clooney. „Es reicht nicht, pauschal zu sagen: ’Die sind gegen den Westen’.“ In den Kriegen im Nahen Osten ginge es vielmehr um etwas anderes. „Das einzige, was die Angreifer hier interessiert, ist das Öl“, sagte Clooney. „Das hält unseren Lebensstandard aufrecht.“ Der Sturz eines Diktators wie Saddam Hussein sei dagegen nur ein vorgeschobener Grund. „Sonst müssten wir ja auch in anderen Ländern eingreifen.“

Für den Film, in dem er einen alternden CIA-Agenten spielt, nahm Clooney innerhalb von vier Wochen 15 Kilogramm zu. „Das war wirklich kein Spaߓ, sagte Clooney. „Du stopfst dann einfach alles in dich rein.“ Für seine Rolle erhielt er einen Golden Globe.

Bei den Oscars ist ein weiterer Film Clooneys, „Good Night, and Good Luck“, über die Kommunistenverfolgung im Amerika der fünfziger Jahre als bester Film nominiert. „Da habe ich aber gar keine Chance“, sagte Clooney. „Ich habe so etwas schon tausend Mal erlebt und war jedes Mal der Verlierer.“ Er rechne damit, dass Ang Lees „Brokeback Mountain“ über die schwule Liebe zweier Cowboys gewinnen wird.

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