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Christoph Gerster: "Opel wird es immer geben"

Schwarzach "Das monatelange Gezerre um Opel, dieses längst nicht mehr nachvollziehbare Verwirrspiel von General Motors um den deutschen Autobauer begann an der Marke Opel und am Opel-Image längst Schaden anzurichten. Auch die Opel-Belegschaft ist nachweislich Opfer dieses Nervenkriegs."

Die Überzeugung äußerte jetzt der Leiter der deutschen Forschungsstelle Automobilwirtschaft (FAW) in Bamberg, Wolfgang Meinig. Im Gespräch mit dem „Mister Opel“ in Vorarlberg, Christoph Gerster, wird zudem klar: Auch Kunden sind Leidtragende dieses verantwortungslosen Nicht-Entscheidens, und erst recht die Opel-Händler.

Mag. Christoph Gerster bestätigte auf unsere Anfrage, dass diese in der Branchengeschichte wohl einmalige, von GM praktizierte Hinhaltetaktik im Lauf der letzten Monate zur Ausformung von im Prinzip drei Kundentypen führte. „Eine Gruppe beteuert, uns als Händler in jedem Fall die Treue zu halten, aber keine Katz’ im Sack zu kaufen, sondern erst zu ordern, sobald die Verhältnisse geklärt sind. Eine weitere Gruppe solidarisiert sich ,jetzt erst recht’ mit der Marke Opel und mit uns als Partner, kauft jetzt einen Neuen, obwohl der Modellwechsel vielleicht erst 2010 vorgesehen war. Schließlich gibt es, drittens, Kunden, die nicht länger auf den Neuwagen warten können, aber eben irritiert von täglich neuen Schlagzeilen eine Alternative zu Opel wählen: Viele tun das innerhalb unseres Hauses, indem sie vor allem auf Suzuki, vielleicht auch auf Saab oder gleich auf Chevrolet (und damit auf GM direkt) umsteigen“, analysierte Gerster das neue Kundenverhalten.

Gleichermaßen tragisch wie ärgerlich sei, dass „hier eine geradezu irrationale Diskussion abgeführt wird. Die Marke Opel wird es nämlich immer geben, egal mit welchem Kernaktionär, denn Opel ist eine der maßgeblichsten Marken am Kontinent überhaupt. Nicht von ungefähr behauptet sich das Dreigestirn von VW-Imperium, Opel und französischer PSA-Gruppe seit langem auf den Stockerl-Plätzen nach Marktanteilen“, sieht Gerster den „Blitz aus Rüsselsheim“ für Superprodukte wie den neuen Astra, das neue Elektroauto Ampera, den neuen Meriva oder den Insignia als Auto des Jahres 2009 stehen. „Das sind auch im Branchen-Maßstab unumstrittene Vorzeigemodelle“, so Gerster.

Der Vorarlberger Opel-Chef ist trotz allem zuversichtlich, dass General Motors anlässlich der IAA (Internat. Automobil-Ausstellung) in Frankfurt (17. bis 27. September) zwar noch keinen fertigen Vertrag, aber wenigstens eine Vorentscheidung präsentieren wird. Was macht ihn trotz monatelanger Verschaukelung durch GM so optimistisch? „Es ist Carl Peter Forster, Europa-Chef von GM, Mann der zweiten Management-Ebene und ,connecting link’ zwischen Detroit und Deutschland. Er selbst ließ vor drei Tagen verlauten, dass es letztlich auf einen neuen Hauptaktionär Magna hinauslaufen dürfte, auch wenn GM damit Einfluss auf den Lead-Market Europa einbüßen würde. Mit Magna könnte auch die Opel-Händlerschaft nicht nur gut leben – für uns würde sich in neuer Konstellation sogar eine Art neuer Heimmarkt auftun“, deutete Gerster seine Präferenz klar an.

 

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