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Christina Stürmer räumt wieder ab

Neben großer Freude auch leichte Platzprobleme bescherten Christel ihre "Amadeus Austrian Music Awards" Nummer drei und vier, mit denen die Sängerin am Donnerstag ausgezeichnet wurde.

„Ich werde wohl ein paar Bücher raushauen müssen“, so Stürmer, die schon im Vorjahr zwei Amadeus Awards gewonnen hat, zur APA. „Drahdiwaberl“-Chef Stefan Weber, der für sein Lebenswerk geehrt wurde, weiß hingegen schon, wo er die Trophäe hinstellt: „Ins Herrgottswinkerl, zu Jesus und Maria, wo ich jeden Tag eine Stunde bete“.

Die sechste Verleihung des Musikpreises im ORF-Zentrum bot im Showblock u. a. Mel C, Lisa Stansfield und Juli auf. Mit bis zu 414.000 Zusehern, einem durchschnittlichen KaSat-Marktanteil von 18 Prozent und einer durchschnittlichen Reichweite von 4,5 Prozent war die diesjährige „Amadeus“-Verleihung die bisher erfolgreichste im ORF, hieß es in einer ORF-Aussendung. Durch den Abend führte wie schon in den Jahren zuvor Andi Knoll.

Der in einen Strampelanzug gekleidete Weber, der beim Auftritt auf der Bühne Erbrechen simulierte, meinte zur Auszeichnung: „Wenn man als linkslinker, extrem gewaltbereiter Steinzeitkommunist wie ich einer bin zwei Auszeichnungen in einer Woche bekommt, dann muss man sich fragen, was man falsch gemacht hat“. Weber hatte jüngst das Silberne Verdienstzeichen des Landes Wien überreicht bekommen, das er bei der Amadeus-Verleihung auch trug. Sein Zeichenlehrer habe einmal gesagt, „Stefan, wennst einen Orden für dein Lebenswerk kriegst, bist ein seniler alter Trottel. Ihr seht mich: es stimmt nicht“. Die Auszeichnung für das Lebenswerk habe er “30 Jahre zu früh“ bekommen.

Stürmer wurde für die beste Single national („Vorbei“) und als Künstlerin Pop/Rock national ausgezeichnet. Die zweite Kategorie sei die „wichtigste Kategorie mit dem größten Potenzial und den meisten unentdeckten Talenten“, so Laudator Wolfgang Ambros. Es sei ein „weltweiter Megatrend“, dass die „Mädls im Vormarsch sind, vielleicht mit Ausnahme von Afghanistan und Teheran“, so Ambros. Stürmer „hat die Charts und die Bühnen gestürmt, die Herzen ihrer unzähligen Anhänger im Sturm erobert, immer im Sturm gespielt und ist jetzt endgültig zur Mittelstürmerin avanciert“, so Ambros über Stürmer. Die Sängerin selbst meinte, sie habe „ganz ehrlich“ auf einen Amadeus gehofft, „dass es jetzt zwei werden wie letztes Jahr ist einfach nur Wahnsinn“.

Kritische Worte kamen von Roland Düringer, der sich als Laudator der Kategorie „Jazz/Blues/Folk-Album des Jahres national“ („wurscht, passt eh irgendwie zusammen“) gegen die „Zeiten der formatierten Gesellschaft und des Formatradios“ wandte. „Das Leben ist nämlich in Wirklichkeit kein Hit. Das Leben ist viel, viel spannender“, so Düringer. In dieser Kategorie ausgezeichnet wurde „Radio Snacks“ von Cafe Drechsler. Mit einer ungewöhnlichen Dankesrede („aber hier leben, nein danke“) und einem A cappella-Auftritt mit zehn zusätzlichen Sängern fiel Eva Jantschitsch, Protagonistin des „FM4 Alternative Act des Jahres“ Gustav, auf. Künstler national wurde Georg Danzer. Zur besten Gruppe national gekürt wurden der heurige österreichische Song Contest-Beitrag, Global Kryner.

Zum Newcomer des Jahres avancierten „Saint Privat“. Die Auszeichnung für die Single international ging an Usher für „Yeah“, den Preis für das beste internationale Album bekam Norah Jones für „Feels Like Home“. Beide Künstler bedankten sich per Videobotschaft. Zum Schlageralbum des Jahres wurde „Du“ von Andrea Berg gekürt. Die DVD des Jahres ist „Live Donauinsel + Stadthalle Wien“ mit legendären Auftritten Falcos.

„Wahnsinnig enttäuscht“ zeigte sich Nina Proll gegenüber der APA, die mit zwei Nominierungen leer ausging. Größte Verliererin war wohl Verena, Siegerin der zweiten „Starmania“-Staffel, die aus drei Nominierungen keinen Amadeus lukrieren konnte. Der Amadeus Award sei „dann doch eine sehr schöne, exklusive“ Mischung aus „ein bisschen Musikantenstadl, ein bisschen Villacher Fasching und ganz viel Treffpunkt Kultur“, befand Knoll abschließend.

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