Christian Klien fährt in Spa

Christian Klien bleibt vorerst im Renncockpit von Red Bull Racing, sein italienischer Teamkollege Vitantonio Liuzzi muss hingegen auch am kommenden Sonntag beim Formel-1-Grand-Prix von Belgien zuschauen.

Wie es danach bei den drei abschließenden Rennen der WM 2005 in Brasilien, Japan und China weitergeht, entscheidet sich laut Teamchef Christian Horner erst nach dem Rennen in Spa-Francorschamps und den anschließenden dreitägigen Testfahrten in Silverstone. Horner gab die Wahl des Teams zu Gunsten des Vorarlbergers Montagnachmittag auf dem Strand von Ibiza bekannt, dort befindet sich derzeit das komplette Red-Bull-Team anlässlich der “Battle of Kings”. “Eigentlich war es eine leichte und logische Entscheidung. Klien hat zuletzt sehr gute Leistungen gezeigt, hat für Spa eine gute Qualifying-Position und war 2004 in Belgien (Platz sechs) stark. Zudem sind wir in der Fahrer-WM weiter vor BAR und diesen Platz wollen wir unbedingt verteidigen”, begründete Horner, der jüngste Teamchef im F1-Zirkus.

Damit wird Klien in Spa das elfte Saisonrennen (exklusive USA-GP) bestreiten, während Liuzzi bei seinen vier Einsätzen stehen bleibt. Angesichts der Ankündigung, im Jahr 2005 ein “Stechen” zwischen diesem Duo auszutragen, eine unfaire Entscheidung? “Liuzzi ist ein Rennfahrer, deswegen war er über diese Entscheidung natürlich enttäuscht. Man muss aber berücksichtigen, dass beide auf einer unterschiedlichen Stufe ihrer Karriere sind. Am Ende der Saison werden wir nicht nur alle Rennen, sondern alle Fakten in unsere Entscheidung miteinbeziehen”, betonte Horner. Dass Liuzzi 2005 auf alle Fälle noch Rennen bestreitet, wollte Horner nicht direkt bestätigen. “Wir wollen Liuzzi im Renneinsatz sehen, das ist unser Ziel. Aber jetzt warten wir einmal das Wochenende und die Tests ab, dann gibt es eine neue Entscheidung.”

Für Klien ging damit der Tag am Strand hervorragend zu Ende. “Ich bin überglücklich. Meine Leistungen haben zu dieser Entscheidung beigetragen, meine Performance wird von Rennen zu Rennen besser und konstanter. Jetzt will ich auch in Spa das Bestmögliche herausholen.” Horner bezeichnete zudem vor Spa das Duo David Coulthard/Klien als “das konkurrenzfähigste für Red Bull”, das klang bereits nach einer Tendenz für die Saison 2006. “Schön, wenn man so etwas vom Teamboss hört. Rein von der Leistung her schaut es für mich für 2006 sehr gut aus.”

Während Horner von einer weiteren Entscheidung nach Spa sprach, glaubt Liuzzi an seine Chance in den drei Abschlussrennen. “Das ist mir versprochen worden. Und ich habe großes Vertrauen ins Team.” Trotz aller Enttäuschung blieb der 24-Jährige wie immer professionell, dennoch ließ der Italiener durchklingen, dass womöglich nicht nur fahrerische Kriterien entscheiden könnten. “Red Bull ist ein österreichischer Konzern. Punkto Marketing ist es für sie sehr wichtig, dass ein Österreicher fährt. Das ist verständlich, aber für mich ist es eine schlechte Situation.”

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