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Christian Klien: "Das Jahr war frustrierend"

In Jerez stehen dieser Tage die letzten Formel-1-Tests dieser Saison auf dem Programm. Ohne Christian Klien. Der Hohenemser macht sich Gedanken über seine Rennsport-Zukunft.

“Ich bin nicht eingeteilt, das machen Jenson Button und James Rossiter. Bei unserem Honda-Team wird im Hinblick auf das Verbot der Traktionskontrolle vor allem eine neue Elektronik getestet. Rossiter hat beim Super-Aguri-Team bereits Erfahrung in dieser Richtung gesammelt.“

Damit bleibt Klien Zeit, sich vor der Reise am Wochenende zum Japan-GP mit dem nächsten Jahr zu befassen. Der Honda-Ersatzfahrer musste sich angesichts der raren Einsätze die Gewissensfrage stellen: Will ich mir noch eine Saison als Testfahrer antun? “Eigentlich nicht”, sagt der 24-Jährige, “es macht keinen Spaß, nur rumzusitzen. So wie das Reglement aussieht, werden die Testfahrer auch im nächsten Jahr nicht viele Einsätze haben. Es war ein frustrierendes Jahr. Ich bin ein Racer, ich will fahren”

Die nächste Frage, nämlich welche Möglichkeiten sich Klien in der Formel 1 eröffnen, ist schwieriger. “Es ist im Moment noch zu früh, um darüber konkret etwas zu sagen. Priorität hat die Formel 1. Alles wartet, was Fernando Alonso macht. Erst wenn es bei ihm eine Entscheidung gibt, könnte sich das Fahrer-Karussell nochmals zu drehen beginnen.” Mögliches Szenario: Alonso geht zurück zu Renault, dann würde wohl Williams-Pilot Nico Rosberg neben Lewis Hamilton in den Silberpfeil wechseln. Auch Alexander Wurz, der zweite Williams-Pilot, ist für 2008 nicht fix, nach dem frustrierenden Rennen in Spa schloss er nicht einmal einen Rücktritt aus: “Man kann über alles reden.”

Ein weiteres Engagement bei Honda steht für Klien zwar ebenfalls im Raum: “Aber ich muss mir schon die Frage stellen: Will ich das nochmals machen?” Andere Alternativen für den Hohenemser? Bei Prodrive, dem F-1-Neueinsteiger von David Richards, dürften die Türen zu sein. “Dort sind die McLaren-Testfahrer Pedro de la Rosa und Paffett erste Wahl“, glaubt Klien. Bleibt Spyker F1: “Das Team wird an einen indischen Investor verkauft und sollte keine Budgetprobleme haben. In Spa waren sie gut unterwegs, das könnte ein attraktives Team werden.”

Und natürlich gibt es bei Klien auch einen “Plan B”: “Die ChampCar- oder die Indy-Serie wären auch eine Möglichkeit. Aber dort fallen die Fahrentscheidungen erst später. Noch liegt ja mein Fokus auf der Formel 1.”

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