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Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao im "Facebook"

©AP
Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao hat ein Profil im Online-Netzwerk "Facebook". Der 65-Jährige, der durch seine schnelle Reaktion auf die Erdbebenkatastrophe in China zu großer Popularität und dem Spitznamen "Opa Wen" gelangt ist, fand bis Mittwoch schon 15.000 Unterstützer in dem sozialen Online-Netzwerk. Wer den "Facebook"-Eintrag vor zwei Wochen geschaffen hat, ist unklar.

Das “Facebook” enthüllt wenig persönliche Details oder Vorlieben des Premiers, zeigt aber Fotos von seinem Einsatz im Erdbebengebiet und ein Video über die Katastrophe. Die chinesischen und englischen Einträge von “Facebook”-Teilnehmern auf der Seite sind meist überschwängliche Sympathie-Bekundungen. “Alle Chinesen unterstützen Dich. Du bist unser Stolz.” Eine junge Frau schreibt: “Ich denke nicht, dass diese Seite von Funktionären aufgestellt worden ist. Es war höchstwahrscheinlich einer der Fans des Premiers.”

Doch melden sich auch einige wenige Kritiker, die Diskussionen über Tibet und den Dalai Lama, die Menschenrechtslage in China, die Olympischen Spiele oder die Pressefreiheit entwickeln. “Eine Meinung zu äußern, ist kein Verbrechen – es ist ein Menschenrecht”, schreibt ein Teilnehmer. China zensiert das Internet massiv und blockiert china-kritische Webseiten. Das “Facebook” ist bislang aber noch zugänglich.

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