China: Überflutungen bedrohen Existenz

Nach wochenlangen Überschwemmungen in China sind nach Ansicht von Hilfsorganisationen Millionen von Menschen in ihrer Existenz bedroht.

Mehr als 70 Millionen Chinesen seien von den Hochwassern und Erdrutschen seit Ende Juni betroffen und 5,5 Millionen Hektar Land verwüstet worden, teilte die Internationale Vereinigung von Rotem Kreuz und Rotem Halbmond am Montag in Peking mit.

584 Menschen seien gestorben oder vermisst gemeldet und etwa 340.000 Häuser zerstört. Die chinesischen Behörden hätten nicht die Mittel, um angesichts der ohnehin bestehenden Armut mit dieser Situation umzugehen, warnte die Organisation. „Größere Armut ist die voraussichtliche Folge.“ Rotes Kreuz und Roter Halbmond riefen zu Lebensmittel- und Kleiderspenden auf.

Durchschnittliche chinesische Bauernfamilien verfügen über ein Einkommen von 85 bis 137 Dollar (70,5 bis 113,6 Euro) im Jahr. Das liegt weit unterhalb der von der UNO definierten Armutsgrenze von einem Dollar (0,829 Euro) am Tag. Nach offizieller Statistik müssen in China jedes Jahr vier Millionen Menschen wegen Naturkatastrophen fliehen. Selbst wenn sie zurückkehren können, haben sie meist all ihren Besitz verloren.

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