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China möchte Vogelgrippe totschweigen

Behörden sollen Meldung von Erkrankungsfällen einstellen.
Behörden sollen Meldung von Erkrankungsfällen einstellen. ©EPA
Chinas Geflügelindustrie möchte die Vogelgrippe am liebsten weitgehend totschweigen, um ihre finanziellen Verluste einzudämmen.

In einem Brief an die Gesundheitsbehörden hat die nationale Vereinigung der Geflügelzüchter Chinas gebeten, “die Meldung einzelner Fälle mit dem Virus A(H7N9) einzustellen, um übertrieben detaillierte Berichte zu verhindern”, wie amtliche Medien zitierten.

Zahl infizierter Personen steigt weiter

Trotzdem berichteten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch von zehn weiteren Infektionen. Damit stieg die Zahl der Erkrankungen seit Jahresanfang auf mehr als 120. Acht der neuen Patienten seien in einem ernsten bis lebensgefährlichen Zustand, schrieb die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Seit Jahresanfang sind mindestens 26 Menschen an den Folgen einer A(H7N9)-Infektion gestorben. China hat allerdings 1,3 Milliarden Einwohner. Es gibt bisher auch laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keinen Hinweis auf eine Übertragung der Viren von Mensch zu Mensch. Stattdessen wurden alle Infektionen bisher nach Kontakt mit Lebendgeflügel auf Märkten etc. registriert. Erst eine Übertragung von Mensch zu Mensch in größerem Umfang würde die Situation gefährlich machen.

Geflügelnachfrage geht zurück

Nach den ersten Nachrichten über die Vogelgrippe sind der Verkauf von Geflügel in China und auch die Preise massiv eingebrochen. Die Geflügelindustrie spricht davon, dass sie im gesamten vergangenen Jahr Verluste in Höhe von 100 Milliarden Yuan, umgerechnet zwölf Milliarden Euro, hinnehmen musste. Allein im vergangenen Monat hätte der Schaden noch einmal fast 20 Milliarden Yuan (2,4 Milliarden Euro) betragen.

(APA/dpa/red)

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