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China ist kein Streitvermittler

Im Streit zwischen den USA und Nordkorea will China keine Vermittlerrolle einnehmen. China ist zu „konstruktiver Rolle“ in der Frage des nordkoreanischen Atomprogramms bereit.

China will die in der kommenden Woche in Peking geplanten Gespräche im Atomstreit zwischen den USA und Nordkorea nach eigenen Angaben zwar unterstützen, dabei aber nicht als Vermittler auftreten. China werde weiterhin „eine konstruktive Rolle in der Frage des nordkoreanischen Atomprogramms“ spielen, sagte Chinas Botschafter in Südkorea, Li Bin, am Freitag in Seoul dem Radiosender MBC. „Aber wir haben nicht die Absicht, zu vermitteln.“

Es seien zwei Länder, die sich mit der Frage befassten. Die Lösung sei davon abhängig, wie diese beiden das Problem behandelten, fügte Li hinzu.

Ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung hatte am Donnerstag erklärt, China habe zugesichert, bei den Verhandlungen mit Nordkorea in der nächsten Woche eine substanzielle Rolle zu spielen. Dies sei eine wichtige Voraussetzung für die Entscheidung von US-Präsident George W. Bush gewesen, die Dreier-Gespräche zu akzeptieren. Die USA haben bilaterale Gespräche mit Nordkorea abgelehnt.

Im Oktober vergangenen Jahres hatten die USA erklärt, Nordkorea habe zugegeben, entgegen internationalen Verträgen weiter an einem Atomwaffenprogramm zu arbeiten. Diese Darstellung war von der Regierung in Pjöngjang zurückgewiesen worden. In der Folge kündigte Nordkorea den Atomwaffensperrvertrag und wies die Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) aus.

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