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China: 80.000 gedenken Tiananmen

Am 15. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung in Peking haben rund 80.000 Demonstranten in Hongkong der Opfer gedacht.

Wegen ihres autonomen Status ist die frühere britische Kronkolonie und heutige Sonderverwaltungsregion der einzige Ort in der Volksrepublik China, wo solche Kundgebungen erlaubt sind. Am Tiananmen, dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking, wurden am Freitag mehrere Menschen festgenommen. Augenzeugen berichteten von kleineren Zwischenfällen, als die Sicherheitskräfte Personen abgeführt hätten.

In Hongkong nahmen nach Angaben der Veranstalter rund 80.000 Menschen an einer Kerzenandacht teil. Der Organisator Lee Cheuk-yan sagte, die hohe Beteiligung zeige die Verärgerung der Hongkonger über die jüngste Intervention aus Peking, wonach es vorerst keine direkten Wahlen in der früheren britischen Kolonie geben darf. Die Bürger Hongkongs verstünden, „dass unser Kampf (für Demokratie) heute und der der Studenten 1989 (in Peking) derselbe ist“, sagte Lee.

Der Tiananmen-Platz im Herzen Pekings, der vor 15 Jahren Schauplatz der wochenlangen Studentenproteste war, wurde von einem großen Aufgebot von Sicherheitskräften in Uniform und Zivil gesichert. Worum es bei den vereinzelten Zwischenfällen genau ging, blieb unklar, da sofort eingegriffen wurde. Einmal wurde eine Frau abgeführt, ein anderes Mal protestierte ein Mann lauthals und mit den Armen fuchtelnd. Er und fünf andere in der Nähe wurden in Polizeiwagen weggebracht, wie Augenzeugen berichteten.

Der 15. Jahrestag war gekennzeichnet von besonderer Nervosität der Staatssicherheitsbehörden. Angehörige der Opfer sowie Bürgerrechtler standen unter Hausarrest, wurden vor Trauerbekundungen gewarnt oder an andere Orte gebracht. Bei dem Militäreinsatz in der Nacht zum 4. Juni 1989 in Peking waren einige hundert Menschen ums Leben gekommen. Landesweit wurden tausende inhaftiert. Die Bewegung, der sich verschiedene gesellschaftliche Gruppen angeschlossen hatten, richtete sich gegen Korruption in der Kommunistischen Partei und forderte Presse-, Meinungs-, Versammlungsfreiheit und Demokratie. Die staatlich kontrollierten Medien erwähnten den Jahrestag wie üblich mit keinem Wort.

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