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China: 450 Festnahmen vor Volkskongress

Fünf Tage vor der jährlichen Sitzung des chinesischen Volkskongresses haben die Sicherheitskräfte cirka 440 Menschen festgenommen, die kritische Petitionen einreichen wollten. Die Polizei habe die Peking nach "Verdächtigen" durchsucht.

Nach Angaben von Augenzeugen griffen Polizisten in einem Viertel im Süden Pekings rund hundert Menschen auf.

Viele der Festgenommenen seien getreten und geschlagen worden. Danach wurden sie den Angaben zufolge in vier Bussen abtransportiert. Ob Xinhua diese hundert Menschen mitgezählt hatte, war unklar. Ein Augenzeuge äußerte die Befürchtung, dass die Polizei am Dienstag erneut anrücken werde.

In dem durchsuchten Stadtteil wohnen Bürger aus allen Teilen Chinas in Abrisshäusern. Sie wollen während des Volkskongresses Petitionen einreichen, in denen sie Ungerechtigkeiten wie Enteignungen oder Korruption anprangern.

Im vergangenen Jahr wurden vor dem Volkskongress ebenfalls Beschwerdeführer festgenommen. Nach einer vorübergehenden Internierung in einem Stadion wurden sie von der Polizei in ihre Heimatprovinzen zurückgebracht. Wo die Festgenommenen in diesem Jahr festgehalten werden, wollte die chinesische Polizei der Nachrichtenagentur AFP nicht sagen. Auch Angestellte des Stadions gaben keine Auskunft. Während des zehntägigen Volkskongresses ab Samstag sollen 650.000 Freiwillige der Polizei helfen, für Ordnung in Peking zu sorgen.

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