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China: 38 Personen in Quarantäne

Nach der Aufdeckung des ersten Verdachtsfalles der lebensgefährlichen Lungenkrankheit Sars in diesem Winter in China sind noch 38 Menschen in Quarantäne.

Von den 42 Personen, die Kontakt zu dem Patienten hatten, hätten bereits 4 die nötige Inkubationszeit überschritten, berichtete der China News Service am Montag. Keiner habe bisher Symptome entwickelt. Die medizinische Beobachtung dürfte voraussichtlich innerhalb einer Woche beendet werden.

Der 32-jährige Patient, der mit einer Lungenentzündung in einem Krankenhaus in der südchinesischen Metropole Kanton liegt, war in einem stabilen Zustand und hatte kein Fieber mehr. Erste Untersuchungen hatten das Schwere Akute Atemwegssyndrom (Sars) diagnostiziert, so dass er als Verdachtsfall eingestuft wurde. Eine klare Bestätigung steht aber weiter aus. Weitere Tests sind nötig.

Als Vorsichtsmaßnahme haben Chinas Gesundheitsbehörden landesweit die Gesundheitskontrollen an Flughäfen, Bahnhöfen oder Busstationen verschärft. Fieberfälle werden in Krankenhäusern meist sofort isoliert. Um mögliche Sars-Erkrankungen entdecken zu können, wird in einigen Hospitälern in Peking routinemäßig vor jeder Behandlung eines Fieberpatienten die Lunge geröntgt, berichteten Patienten.

In Südchina hatte vor einem Jahr die Lungenseuche ihren Ausgang genommen und mehr als 8000 Menschen in 29 Ländern infiziert. 774 Menschen starben. Sollte sich der Fall bestätigen, wäre der Mann der erste Sars-Patient seit dem Sommer, der sich außerhalb eines Labors angesteckt hat. In Singapur und Taiwan hatten sich seither nur zwei Wissenschaftler an Virusproben angesteckt.

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