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Cheti, die schönste Kuh vom Bezirk Bludenz

Michael Kegele stolzer Besitzer von Cheti
Michael Kegele stolzer Besitzer von Cheti
Die diesjährige Braunvieh- Gebietsausstellung Bludenz und Umgebung konnte die 9-jährige „Cheti“ von Landwirt Michael Kegele für sich entscheiden.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Kegele mit dem Thema Viehzucht.

„VN“-Heimat: Ist „Cheti“ für einen Schönheitsbewerb nicht etwas betagt?

Michael Kegele: Mit neuen Jahren ist sie natürlich kein Jungvieh mehr, aber doch im besten Alter. Es werden ja nicht nur der Körperbau und der Euter beurteilt, auch die Melkleistung ist Teil des Bewerbs. Das Gesamtbild ist entscheidend.

„VN“-Heimat: Was hat Sie bewogen, mit „Cheti“ an der Ausstellung teil zunehmen?

Michael Kegele: Die Ausstellung ist für uns Züchter eine wichtige Plattform um miteinander ins Gespräch zu kommen und sich über neue Entwicklungen auszutauschen. Natürlich ist die Ausstellung auch eine gute Werbung für den Betrieb, ein gutes Abschneiden eine Bestätigung für den Bauern. Für die Besucher ist es interessant zu sehen, wie professionell die heimischen Bauern arbeiten. Ich nehme mit meinem Braunvieh schon seit 15 Jahren an den Ausstellungen teil. Unter den ersten drei war mein Betrieb schon öfters vertreten, gewonnen habe ich zum ersten Mal.

„VN“-Heimat: Sie betreiben einen relativ großen Hof.

Michael Kegele: Derzeit sind auf meinem Hof 80 Milchkühe und 20 Stück Jungvieh beheimatet. Die Kühe produzieren jährlich rund 50 000 Liter Milch, die an Vorarlberg Milch geliefert wird. Genau genommen natürlich mehr, aber einen Teil der Milch brauchen die Kälber. Mein Hauptaugenmerk gilt allerdings der Zucht.

„VN“-Heimat: Weshalb ist die Zucht so wichtig?

Michael Kegele: Einmal aus Interesse. Das Züchten braucht Erfahrung und auch die Bereitschaft Zeit zu investieren. Züchtung sollte eine Verbesserung der Anlagen ermöglichen. Man muss aber auch auf die Tiere schauen, sie gut behandeln und auf eine große Portion Züchterglück hoffen. Der zweite Grund für die Viehzucht, ist finanzieller Natur. Das ist für einen Haupterwerbsbauern ja auch sehr wichtig.

„VN“-Heimat: Der Hof ist allerdings nicht vererbt?

Michael Kegele: Nein, überhaupt nicht. Ich habe den Hof 2004 gepachtet. Wir hatten zuhause keine Landwirtschaft. Ich bin aber als Kind schon immer am liebsten bei den Höfen in der Nachbarschaft gewesen. Das Hobby wurde zu meinem Beruf.

„VN“-Heimat: Meistens werden die Höfe von den Kindern verkauft – Sie haben den umgekehrten Weg gewählt.

Michael Kegele: Für mich gibt es keinen besseren Beruf. Ich bin mein eigener Chef, arbeite Zuhause und kann mir meine Zeit recht gut einteilen. Gerade für eine Familie ist das ideal. Abgesehen davon hält die körperliche Arbeit auch fit. Ich gehe – bis auf wenige Ausnahmen – jeden Tag gerne zur Arbeit.

 

Quelle: Cathrine Muther

Bludenz

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