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Chemikalienwaggons in Flammen

Zwei Kesselwaggons mit dem feuergefährlichen Isopropylbenzen sind bei einem Bahnunfall in Trier-Ehrang am Donnerstagnachmittag ausgebrannt.

Gut drei Stunden nach dem Unfall hat die Feuerwehr den Brand gelöscht.

Menschen wurden nach den Ermittlungen der Polizei nicht verletzt. Die Bewohner mehrerer anliegender Häuser seien allerdings vorsorglich in Sicherheit gebracht worden. Außerdem wurde die Bevölkerung wegen starker Rauchentwicklung über den Rundfunk aufgerufen, die Fenster geschlossen zu halten.

Die Absperrungen und die Warnungen an die Bevölkerung blieben vorläufig bestehen, weil Gefahren bei der Bergung der Wagen nicht auszuschließen seien, teilte ein Polizeisprecher mit. Der Grund für den Unfall war zunächst unbekannt. Vor dem Brand waren gegen 13.00 Uhr vier Kesselwagen eines Güterzuges aus den Gleisen gesprungen, wie ein Bahnsprecher mitteilte. Der Güterzug hatte nach Darstellung der Bahn insgesamt 17 Wagen mit unterschiedlichen Gütern.

Isopropylbenzen ist ein Vorprodukt unter anderem für die Kunststoffherstellung. Außerdem ist es ein Grundstoff für die Pharmaindustrie. Die farblose Flüssigkeit ist nach Darstellung der Feuerwehr leicht entflammbar; wenn sie verdunstet, ist sie schwerer als Luft und breitet sich auf dem Boden aus. Das Gas bilde zusammen mit Luft ein explosives Gemisch. Es reizt Haut und Lungen und verursacht Rauschzustände. Außerdem ist der Stoff leicht umweltschädlich.

Die Bahnstrecke Koblenz-Trier wurde nach dem Unfall und dem Brand beidseitig gesperrt. Da Oberleitungen und Gleise stark beschädigt seien, werde die Strecke voraussichtlich noch bis in die Nachstunden unterbrochen sein, berichtete die Bahn.

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