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"Chemie Ali" - Cousin des irakischen Ex-Diktators hingerichtet

Der als "Chemie-Ali" bekannte Cousin des früheren irakischen Staatschefs Saddam Hussein ist am Montag hingerichtet worden. Das teilte ein Regierungssprecher in Bagdad mit.
Er zeigte nie Reue
Erst vor gut einer Woche war Ali Hassan al-Majid (Majeed) wegen des Massakers der hauptsächlich von Kurden bewohnten Stadt Halabja zum vierten Mal zum Tode verurteilt worden. In Halabja waren bei einem Giftgasangriff im Jahr 1988 rund 5.000 Menschen ums Leben gekommen.
Der rund 69-jährige Majid wurde im August 2003 verhaftet, fünf Monate nach der Invasion des Irak durch US-Truppen und dem Sturz des Hussein-Regimes. Schon im Juni 2007 war er wegen seiner Verantwortung für die Militäroffensive gegen die Kurden im Jahr 1988 zum Tode verurteilt worden. Weitere Todesstrafen erhielt er im Dezember 2008 wegen der Niederschlagung eines Schiiten-Aufstands nach dem Zweiten Golfkrieg 1991 und für seine Beteiligung an der Ermordung und Vertreibung schiitischer Muslime 1999.

Majid war als Minister, Kommandant und Berater Saddam Husseins eine Schlüsselfigur des früheren Regimes. Auf der US-Liste der meistgesuchten Iraker hatte er auf dem fünften Platz rangiert. Sein Vorgehen gegen die Kurden galt als besonders grausam, so dass er auch den Beinamen “Schlächter Kurdistans” erhielt. 1996 ließ er seine eigenen Neffen Hussein Kamel und Saddam Kamel hinrichten, die sich vorübergehend nach Jordanien abgesetzt hatten.

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