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Chelsea und Benfica im Europa-League-Finale

Cardozo war der beste Mann bei Benfica
Cardozo war der beste Mann bei Benfica
Chelsea und Benfica Lissabon bestreiten am 15. Mai in Amterdam das Finale der Fußnball-Europa-League. Chelsea entschied am Donnerstag nach dem 2:1 im Hinspiel auch das Rückspiel gegen den FC Basel mit 3:1 für sich. Benfica setzte sich zuhause gegen Fenerbahce Istanbul 3:1 durch. Das Hinspiel hatten die Türken 1:0 gewonnen.

Chelseas Nerven wurden nur einige Minuten wirklich strapaziert. Mohamed Salah brachte Basel in der Nachspielzeit der ersten Hälfte in Führung (45.+1). Der Ägypter verwertete einen Idealpass von Marco Streller in die Schnittstelle der Abwehr. Minuten zuvor hatte er in ähnlicher Situation noch eine Großchance ausgelassen (39.). Basel spielte ambitioniert, die Hoffnung auf das erste Europacupfinale für die Schweiz währte aber nur kurz.

Frank Lampard hatte bereits vor der Pause die Stange getroffen (9.), nach Seitenwechsel konnte Basel-Torhüter Yann Sommer einen Schuss des Chelsea-Kapitäns nur kurz abwehren. Den Abpraller verwertete Stürmerstar Fernando Torres (50.). Danach trafen auch noch die Hinspiel-Torschützen – Victor Moses nach einer ungewollten Vorlage von Torres (52.) und David Luiz mit einem sehenswerten Distanzschuss ins linke Kreuzeck (59.). ÖFB-Teamverteidiger Aleksandar Dragovic fehlte bei den Schweizern mit einer Gelbsperre.

Überfallsartiger Start von Benfica

Das Spiel in Lissabon lief von Beginn an wie auf einer schiefen Ebene. Benfica wurde für den überfallsartigen Start mit dem frühen 1:0 durch den Argentinier Nicolas Gaitan belohnt (9.). Ein nicht unumstrittener Elfmeterpfiff stellte den Spielverlauf aber auf den Kopf. Nach einem ungeschickten Handspiel von Ezequiel Garay verwertete der Niederländer Dirk Kuyt (23.).

Benfica wirkte geschockt, durfte sich aber auf seinen Torjäger aus Paraguay verlassen. Cardozo erzielte auf überlegte Art und Weise seine Tore Nummer fünf und sechs in der laufenden K.o.-Phase. Nachdem Fenerbahce-Verteidiger Gökhan Gönül nach einem Kopftreffer bewusstlos zusammengesackt war (61.), überstand Portugals Rekordmeister auch fünf Minuten Nachspielzeit – und steht in seinem ersten Europacupfinale seit jenem im Meistercup 1990 in Wien.

(APA)

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