Österreich: Digital nachhaltig wirtschaften

Der Wirtschaftsstandort Österreich wird noch zukunftsfitter und legt den Fokus auf Digitalisierung sowie die Erreichung der Klimaziele.

Nach mehr als einem Jahr der Gesundheits-  und Wirtschaftskrise hellt sich der Konjunkturhimmel wieder auf. Neben kurzfristigen COVID-Hilfsmaßnamen braucht es nun einen Fokus auf Wachstum und den Wohlstand von Morgen. Die beiden Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit stellen dabei völlig neue Anforderungen an unsere Wirtschafts- und Arbeitsweisen und haben Auswirkungen auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Unternehmen, Gesellschaft und unser Sozialsystem.

Wichtig ist jetzt ein neuer strategischer Ansatz, um die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Österreich zukunftsfit aufzustellen. Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) hat in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Klima (BMK) sowie Stakeholdern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik einen Prozess zur Erarbeitung der Standortstrategie „Chancenreich Österreich -digital, nachhaltig wirtschaften“ lanciert. Österreich hat dabei in mehreren Bereichen eine exzellente Startposition:

  • Chance auf Technologie- und Innovationsführerschaft in spezialisierten Bereichen
  • Chance, Nachhaltigkeit als Standortvorteil zu nützen und eine globale Vorreiterrolle einzunehmen
  • Chance, Lebensqualität in Österreich und die Wettbewerbsfähigkeit als Basis für unseren Standort nachhaltig und langfristig zu sichern

Mit dieser Strategie soll Österreich zu einem TOP 10-Wirtschaftsstandort transformiert werden. Der Fokus liegt dabei neben dem Life Science Bereich vor allem auf den Möglichkeiten der digitalen Transformation sowie der Hebung des Potenzials der Dekarbonisierung zur Erreichung der Klimaziele. Inputs von über 150 Stakeholdern werden bald in konkrete Leuchtturmprojekte für den Wirtschaftsstandort Österreich gegossen.

Auch auf EU-Ebene setzt sich die Bundesregierung für eine Stärkung des heimischen Wirtschaftsstandorts ein. Über Programme der EU zur Umgestaltung der Volkswirtschaften im Sinne eines grünen und digitalen Wandels erhält Österreich in Summe 3,5 Mrd. Euro. Davon fließen 41 Prozent in die Digitalisierung und 53 Prozent in Ökologisierungsmaßnahmen.

Dank Investitionsprämie erfolgreich aus der Krise

Um die österreichische Wirtschaft auf dem Weg aus der Corona-Krise zu unterstützen, hat die Bundesregierung mit der COVID-19 Investitionsprämie für Unternehmen ein neues Förderungsprogramm konzipiert. Mit der Prämie wurde ein Anreiz für österreichische Betriebe geschaffen, verstärkt in den Standort und in die Schaffung und Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen zu investieren. Der Zuschuss beträgt sieben Prozent, eine besondere Förderung gab es zudem im Bereich Ökologisierung, Digitalisierung oder im Gesundheits-/Life Science Bereich. Hier bekommen Unternehmen einen Zuschuss von 14 Prozent.

Vorarlberg - Resilienz als Schlüssel zur Krisenbewältigung

Die Vorarlberger Wirtschaft hat sich gerade in der COVID19-Krise als sehr resilient gezeigt. Diese Anpassungsfähigkeit auf ökonomische Schockereignisse ist gerade in Zeiten einer weltweit grassierenden Pandemie von herausragender Bedeutung. Wir sehen derzeit bereits wieder eine starke wirtschaftliche Dynamik mit positiven Auswirkungen auf die regionale Beschäftigung. Ein Hauptgrund, weshalb Vorarlberg so schnell auf einen Wachstumskurs einschwenken konnte, ist die hohe Diversität der regionalen Wirtschaft.

Während einzelne Wirtschaftsbereiche stark von pandemie-bedingten kundenseitigen Nachfragerückgängen betroffen waren, sind in anderen Bereichen wie zum Beispiel der Lebensmittelindustrie sogar Umsatzzuwächse verzeichnet worden. Darüber hinaus helfen die sehr hohe Innovationskraft und ein ausgeprägter Erfindergeist, gepaart mit einer hohen Leistungsbereitschaft der Arbeitnehmerschaft, sich schnell an neue Rahmenbedingungen anzupassen bzw. auf Marktchancen zu reagieren.

Diese Vorarlberger Tugenden werden uns auch dabei helfen, die großen Herausforderungen der Zukunft wie z. B. die erforderliche Anpassung an den Klimawandel zu meistern und die Chancen, die sich daraus ergeben, zu nutzen

Der Digitalisierungsfonds als Umsetzungsmotor

Die Potenziale der Digitalisierung für Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze sind gerade jetzt wichtiger denn je. Neue digitale Services der Verwaltung leisten dabei bedeutende Beiträge für den Standorterfolg.

Zur Umsetzung wurde der Digitalisierungsfonds ins Leben gerufen, der 2021 und 2022 mit jeweils 80 Millionen Euro dotiert ist. Damit werden Projekte mit ressortübergreifender Wirkung finanziert, die entweder die IT-Konsolidierung des Bundes oder den Ausbau der Bürgerinnen- und Bürger- sowie Unternehmensservices ermöglichen.

Ideenwettbewerb Standortstrategie

Das BMDW hat Anfang September im Rahmen der Standortstrategie Chancenreich Österreich: digital nachhaltig wirtschaften einen Wettbewerb für Studentinnen und Studenten sowie junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gestartet. Sie sind aufgerufen, innovative Vorschläge für konkrete wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Verbesserung des Wirtschaftsstandortes Österreich einzubringen.

Mehr Informationen unter www.bmdw.gv.at.

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