CH: Felssturzgefahr am Eiger

An der Ostflanke des fast 4.000 Meter hohen Eiger im Berner Oberland in der Schweiz drohen rund zwei Millionen Kubikmeter Fels auf den unteren Grindelwaldgletscher zu stürzen.

Die Lage verschärfe sich Tag für Tag, teilten Experten am Dienstag mit. Die Steinmasse entspreche einem Volumen von rund 2.000 Einfamilienhäusern. Menschen und Gebäude sind aber nicht in Gefahr. Seit Beginn von Messungen Mitte Juni hat sich ein 250 Meter langer Hauptspalt um rund vier Zentimeter pro Tag verbreitert. Wann die riesige Felsnase abbricht, ist nach Angaben von Geologen schwierig einzuschätzen.

Seit mehreren Wochen sind in dem absturzgefährdeten Gebiet kleinere und größere Felsabbrüche zu beobachten. Sie erfolgen außerhalb des bewohnten Gebietes von Grindelwald. Die Felsen stürzen auf den unteren Grindelwaldgletscher, kurz bevor sich das Tal am Gletscherende zu einer Schlucht verengt. Ursache für den Spalt sind Spannungen im Berg, die sich nach dem Rückgang des Gletschers entladen. Eindringendes Wasser trägt ebenfalls dazu bei, dass der Berg brüchig wird. Die Geologen sprechen von einem natürlichen Vorgang.

Erst in der vergangenen Woche waren rund 6.000 Kubikmeter Felsen über der viel befahrenen Gotthardtautobahn weggesprengt worden. Dort hatten Felsstürze Ende Mai ein deutsches Ehepaar getötet. Die Autobahn war einen Monat lang gesperrt.

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