Causa Wälderhalle - Noch immer kein Ende in Sicht

©Miriam Mayer
Für das 15 Millionen Euro Projekt wurde nun ein „Antrag auf Volksbefragung“ in der Standortgemeinde Andelsbuch eingebracht.

Die Wälderhalle steht in den Startlöchern. Aber, wie so oft, haben es die letzten Meter in sich. Obwohl das Projekt bereits auf breiter Ebene legitimiert ist und alle Details geklärt sind, wurde nun ein „Antrag auf Volksbefragung“ in der Standortgemeinde Andelsbuch eingebracht. Dabei könnte für den modernen Rundbau mit Mehrzweckhalle, Restaurant, Bistro, Multifunktionsraum und Diskothek schon im Frühjahr der Spatenstich erfolgen. „Nach jahrelangem Bemühen sind endlich alle wesentlichen Schritte geschafft. Dass das Projekt nun grundsätzlich in Frage gestellt werden soll, macht uns sehr betroffen. Wir hoffen jetzt auf breite Unterstützung für die Wälderhalle, die als Aktivzentrum für Jung und Alt spannende Perspektiven für die ganze Region bietet“, sagt Hans Metzler vom „Team Wälderhalle“, das seit Jahren viel Herzblut in das Projekt investiert.

Alle wesentlichen Fragen – vom Standort über das Raumprogramm bis hin zur Finanzierung – sind zwischenzeitlich geklärt. Das veranschlagte Investitionsvolumen beträgt insgesamt 14,7 Millionen Euro, wovon mehr als die Hälfte, nämlich rund 8,5 Millionen Euro, von privaten Investoren aus der Region aufgebracht wird. 4,2 Millionen Euro steuert das Land Vorarlberg bei und 300.000 Euro die REGIO Bregenzerwald, wobei letztere dafür vereinbarte Gegenleistungen (Nutzungszeiten) erhält.
„Die Wälderhalle ist also ein äußerst gelungenes Beispiel einer konstruktiven Kooperation von regionalen Investoren und der öffentlichen Hand“, ist Hans Metzler überzeugt.

Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten

Der attraktive Rundbau ist als Mehrzweckhalle konzipiert und zeichnet sich durch flexible Räumlichkeiten und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten aus. Es wird dort also einerseits Spitzen-, Nachwuchs-, Breiten- und Schulsport möglich sein – mit Eislaufen als attraktiver, kostengünstiger und witterungsunabhängiger Ergänzung zum Schisport, wie sie bereits in anderen alpinen Regionen hochgeschätzt wird. „Andererseits kann die Halle während und außerhalb der Eiszeit für andere Sportveranstaltungen sowie für Ausstellungen, Konzerte und sonstige Events genutzt werden. Sie bietet seit den ersten Projektentwürfen auch eine Diskothek für die Wälder Jugend, die in der aktuellen Ausführung der Größe des ehemaligen E-Werks und den Wünschen der REGIO entspricht. Ein Restaurant, ein Bistro und ein Multifunktionsraum für Klausuren und Vorträge runden das Raumprogramm ab“, erklärt Architekt Klaus Metzler, ebenfalls Mitglied im „Team Wälderhalle“.

Optimaler Standort

Hinsichtlich des Standorts konnte – nach Abklärung diverser Alternativen – schließlich eine optimale Lösung gefunden werden: Im Andelsbucher Ortsteil Sporenegg, unmittelbar an der Bregenzerwaldstraße L 200 gelegen, ist die geplante Wälderhalle gut erreichbar. Die Busstation befindet sich direkt beim Haupteingang, was die Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr besonders attraktiv macht. Zudem gibt es in der Umgebung genügend Parkflächen, nicht zuletzt für die Disco-Besucher. Dank überschaubarer Dimensionen fügt sich der Bau optimal in die Umgebung ein und ist später im geplanten Gewerbegebiet gut eingebettet.

Ökologische Ausrichtung

Auch auf ökologische Aspekte wurden von Anfang an ein starkes Augenmerk gelegt. So verfügt die Wälderhalle unter anderem über ein höchst innovatives Energiemanagementsystem, das dem neusten Stand der Technik entspricht: Die Abwärme der Kältemaschine für die Eistechnik wird, wenn sie keine Nutzer in der Halle findet, in einen Erdspeicher unter der Hallenfläche geleitet. Im Winter wird die Halle mit klimafreundlicher Wärme aus diesem Erdspeicher gespeist. Zudem erlaubt das Membrandach im Sommer einen kühlenden Luftaustausch über Nacht und einen bis zu sechs Meter hohen Luftwärmepuffer im Winter. „Das zylindrisches Volumen der Wälderhalle generiert am wenigsten Oberfläche im Verhältnis zum Volumen und stellt dadurch eine sehr effiziente, wirtschaftliche Form dar“, erklärt Klaus Metzler.

Appell an Bevölkerung

Vor diesem Hintergrund ist für das „Team Wälderhalle“ die nunmehrige Initiative zur Verhinderung des zukunftsweisenden Projekts wenig nachvollziehbar: „Es gibt ein breites Einvernehmen darüber, dass die Wälderhalle eine äußerst nutzenstiftentende Infrastruktur für die gesamte Region darstellt. Es ist ein Projekt, das durch Vielseitigkeit punktet und ökologische Aspekte ernsthaft miteinbezieht. Daher lautet unsere Bitte an die Bevölkerung: Helfen Sie mit Ihrer Unterstützung mit, dass der große, lang gehegte Traum eines Aktivzentrums für Jung und Alt nun endlich wahrwerden kann.“

Weitere Informationen sowie eine detaillierte Projektbeschreibung finden Sie unter www.waelderhalle.info.

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