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Causa AUA: Vorarlberger Grüne wälzen Insolvenzgedanken

Johannes Rauch
Johannes Rauch ©VOL.AT/Paulitsch
Die Vorarlberger Grünen denken in der Causa AUA laut über Insolvenzszenarien nach.

Bisher war in der politischen Diskussion unstrittig, dass es Staatshilfe für die durch die Coronakrise angeschlagene AUA geben muss, nur die Bedingungen wurden diskutiert. Nun äußert der Vorarlberger Grünen-Chef und Landesrat Johannes Rauch Zweifel an der Sinnhaftigkeit einer rund 800 Mio. Euro teuren Rettung der Lufthansa-Tochter - und denkt im ORF-Morgenjournal laut über Insolvenzszenarien nach.

"In der jetzigen Situation mit heutigem Wissensstand und aufgrund der Bedingungen, die von der Lufthansa gestellt werden, bin ich dagegen. Da bin ich dann dafür, eine geordnete Insolvenz anzustreben und dann andere Alternativen ins Spiel zu bringen", so Rauch zur Frage, ob der österreichische Steuerzahler viel Geld in die Rettung der Tochter eines deutschen Unternehmens stecken sollte.

Rauch glaubt an Revival der Bahn

Folgen für den Standort fürchte Rauch nicht. Andere Airlines würden einspringen, Wien könnte mit Bratislava ein Drehkreuz bilden. Es gebe tausende Klein- und Mittelbetriebe, in die man das Geld auch investieren könnte, de mindestens ebenso wichtig für die österreichische Wirtschaft seien.

"Warum jetzt ausgerechnet die Luftfahrtbranche mit derartigen Riesenbeträgen so derart behandelt werden muss, das entzieht sich meinem Verständnis", so Rauch und verweist darauf, dass Österreich Jobs "in Richtung Klimaschutz" brauche, die eher nicht in der Luftfahrt entstehen würden. Er glaube zwar nicht, dass die Menschen aufhören werden zu fliegen, vor allem transatlantisch, aber innerhalb Österreichs und auch Europas glaube er an ein "Revival" der Bahn. Noch hätten ÖVP und Grüne unterschiedliche Zugänge zu Staatshilfe für die AUA, so Rauch.

Zähe Verhandlungen

Unterdessen ist auch innerhalb der AUA noch eine heftige Diskussion im Gange. Die Wirtschaftsprüfer von PwC haben der Airline bis zum 18. Mai Zeit gegeben, um konkrete Verhandlungsergebnisse einerseits mit der Republik Österreich über Staatshilfen, andererseits mit dem Personal über ein Sparpaket vorzulegen. Nur wenn diese vorliegen, soll es eine positive Fortbestandsprognose geben. So wie die Staatshilfen noch nicht unter Dach und Fach sind, laufen auch noch zähe Verhandlungen mit dem Personal, von dem die AUA mit ihren 7.000 Mitarbeitern Einsparungen nach Angaben mehrerer Medien von 20 Prozent oder laut "Kronenzeitung" von 13 Prozent verlangt.

Bereits morgen Mittwoch gibt es die nächste Aufsichtsratssitzung der AUA, wo es um die Verhandlungen über Staatshilfen und Sparpaket geht. Die AUA möchte 767 Mio. Euro Staatshilfe, davon 410 Mio. Euro Kreditgarantien und 90 Mio. Euro nicht zurückzahlbare Zuschüsse, worüber mit der staatlichen Finanzierungsagentur COFAG verhandelt wird.

Außerdem hätte die AUA gerne 267 Mio. Euro Eigenkapital. Im Gegenzug verlangt die Regierung Standortgarantien und Umweltauflagen. Auch eine Beteiligung der Republik an der AUA-Mutter Lufthansa steht im Raum.

(APA)

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