BZÖ und FPÖ verhalten zu "bürgerlichem Kandidat"

Strache und Bucher halten sich Optionen offen
Strache und Bucher halten sich Optionen offen ©APA (Techt)
Weder die FPÖ noch das BZÖ wollen sich darauf festlegen, gemeinsam mit der ÖVP einen "bürgerlichen Kandidaten" bei der nächsten Bundespräsidentenwahl zu unterstützen, wie es NÖ-Landeshauptmann Pröll vorschlug. FPÖ-Chef Strache kann sich auch einen eigenen Kandidaten vorstellen. Für das BZÖ wäre Parteiunabhänigkeit wichtig, außerdem will Bündnischef Bucher "eine Frau an der Spitze sehen".

Die FPÖ will alle in Frage kommenden Modelle in den Gremien offen diskutieren, darunter eben auch einen gemeinsamen Kandidaten des bürgerlichen Lagers. Ende August hatte Strache angemerkt, es sei eine Geldfrage, ob seine Partei einen eigenen Kandidaten aufstellen werde.

Einigermaßen skeptisch äußerte sich der Dritte Nationalratspräsident Graf: So wie die ÖVP in letzter Zeit gegen die FPÖ vorgegangen sei, sei es “ziemlich schwierig, ein gemeinsames Vorgehen anzudenken”, meinte er gegenüber der APA. Graf merkte allerdings ebenfalls an, dass er nichts ausschließen würde.

Bucher will die Entscheidung von Bundespräsident Fischer über seine Wiederkandidatur abwarten. Das BZÖ wünsche sich eine tatsächlich parteiunabhängige Kandidatin. Wenn das machbar sei, dann wäre aus seiner Sicht auch eine Unterstützung durch das BZÖ möglich. Ob sich die Partei die Unterstützung eines Präsidentschaftskandidaten finanziell überhaupt leisten kann, lässt Bucher offen: Die Finanzlage des BZÖ sei “konsolidiert”.

Finanziell bereite sich das BZÖ jedenfalls schon “auf die kommenden, für uns wichtigen Wahlgänge vor”. Bucher meint damit neben der steirischen Landtagswahl vor allem die nächste Nationalratswahl, zumal er angesichts der “Selbstinszenierung” von ÖVP-Chef Josef Pröll und der “Selbstbeschäftigung” der SPÖ nach ihrer Niederlagenserie wieder mit vorgezogenen Neuwahlen rechnet. “Das ist unser Schwerpunkt, das ist klar”, betont Bucher.

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