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Buttiglione attackiert tschechischen Kollegen

Der umstrittene designierte italienische EU-Kommissar Rocco Buttiglione hat seinen künftigen tschechischen Kollegen in der EU-Kommission, Vladimir Spidla, attackiert und ihn als früheren Kommunisten bezeichnet.

Das berichtete das tschechische Radio (CRo) am Samstag.

Den Angaben zufolge betonte Buttiglione, er habe was den Bereich Diskriminierung betreffe so gut wie keine Befugnisse. Der Großteil der Vollmachten sei dem Tschechen Spidla übertragen worden, einem zähen Ex-Kommunisten, in dessen Händen die Prinzipien der Freiheit garantiert seien, sagte der italienische Christdemokrat den Angaben zufolge.

In der neuen EU-Kommission unter der Leitung des Portugiesen Jose Manuel Durao Barroso wird der frühere tschechische Ex-Premier Spidla das Ressort Sozialpolitik übernehmen. Der Sozialdemokrat Spidla wollte die Aussagen Buttigliones nicht kommentieren. Sein Sprecher wies jedoch darauf hin, dass Spidla nie Kommunist gewesen sei.

Buttiglione seinerseits erklärte, seine Aussagen seien von den „La Stampa“-Journalisten verdreht worden. Er persönlich hege großen Respekt für Spidla. Buttiglione hatte sich wegen seiner Äußerungen über Homosexuelle und die Rolle der Frau den Unmut zahlreicher Europaparlamentarier zugezogen. Es droht sogar die Ablehnung der Barroso-Kommission durch das EU-Parlament.

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