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Bush schrieb Brief an Kim Jong-il

US-Präsident George W. Bush hat sich in einem Brief direkt an den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-il gewandt, wie am Donnerstag die nordkoreanische staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete.

Der amerikanische Chefunterhändler Christopher Hill habe den Brief bei seinem jüngsten Besuch Außenminister Pak Ui-chun überreicht, hieß es. Einzelheiten zum Inhalt des Schreibens nannte KCNA nicht. Kim Jong-il ist Partei- und Armeechef, formal aber nicht Staatsoberhaupt.

Hill war am Montag zu Gesprächen über die vollständige Offenlegung von Nordkoreas Atomprogramm in Pjöngjang eingetroffen. Er besichtigte auch die Atomanlage in Yongbyon, die derzeit unter Aufsicht der USA stillgelegt wird. Am Donnerstag reiste der US-Chefunterhändler für das nordkoreanische Atomprogramm nach Peking weiter. Die Regierung in Pjöngjang hatte konkrete Schritte zur Stilllegung ihres Atomprogramms bis Jahresende zugesagt. Im Gegenzug für Energiehilfen will das ostasiatische Land seine Atomprogramme offenlegen und seine Anlagen schließen. Der Reaktor in Yongbyon wurde bereits abgeschaltet. Beobachter gehen davon aus, dass Nordkorea genug Plutonium angereichert hat, um mindestens acht bis neun Atombomben bauen zu können.

Wie Hill am Mittwoch erklärte, gibt es noch einige offene Fragen. Alle Anlagen, die Teil des nordkoreanischen Atomprogramms waren, sollten bis Ende des Jahres unbrauchbar gemacht werden. Nach Angaben des südkoreanischen Außenministers Song Min-soon sind die Verhandlungen an einem kritischen Punkt angelangt. „Es kann jetzt in Richtung einer stabilen Phase gehen oder auf einen steinigen Weg“, sagte Song am Donnerstag in Seoul.

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