Bush betont Diplomatie im Atomstreit

US-Präsident Bush hat sein Ziel einer diplomatischen Lösung des Atomstreits mit dem Iran bekräftigt. Diplomatie sei die vorrangigste und wichtigste Option um den Konflikt beizulegen.

Am Vortag hatte sich der iranische Präsident Ahmadinejad mit einem seitenlangen Brief direkt an Bush gewandt.

Bush werde auf den Brief nicht antworten, die USA hätten ihre Antwort schon gegeben, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Frederick Jones, am Dienstag auf Anfrage in Washington. Laut US-Regierungsvertretern enthält Ahmadinejads Schreiben an Bush keine neuen Vorschläge zur Lösung des Atomstreits.

Teheran hatte zuvor den Eindruck vermittelt, dass Ahmadinejad mit seiner überraschenden Geste Bewegung in die Atomkrise bringen könnte. So sagte Regierungssprecher Gholamhossein Elham am Montag in Teheran, der iranische Präsident zeige „neue Wege aus der derzeitigen angespannten Weltlage“ auf. Am Dienstag dann erklärte das iranische Außenministerium, es erwarte Bushs Antwort auf das Schreiben. Die USA und der Iran unterhalten seit mehr als einem Vierteljahrhundert keine offiziellen Kontakte mehr.

Der UNO-Sicherheitsrat berät derzeit über eine gemeinsame Resolution, die den Iran zum Verzicht auf sein Atomprogramm zwingen soll. Ein Resolutionsentwurf, mit dem Sanktionen bis hin zur militärischen Gewalt gerechtfertigt werden könnten, wird bislang von den Veto-Mächten China und Russland abgelehnt. Bush betonte jedoch am Dienstag in Sun City im US-Bundesstaat Florida, die Bemühungen stünden gerade mal am Anfang. Die Diplomatie bleibe die „erste Wahl und die Wahl, die meines Erachtens bei den Iranern wirkt.“

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