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Busengrapscher: Jetzt haben auch die Schweden eine Rechtspopulisten-Affäre

Kurz vor der EU-Wahl am Sonntag sorgen auch Schwedens Rechte für Negativ-Schlagzeilen
Kurz vor der EU-Wahl am Sonntag sorgen auch Schwedens Rechte für Negativ-Schlagzeilen ©www.pixabay.com
Schwedischer Rechter mit Vorwürfen der sexuellen Belästigung konfrontiert. Die EU-Politikerin, die den Busengrapscher beobachtete und meldete, wurde von ihrer Partei von der Kandidatenliste gestrichen. 
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Wenige Tage vor der Europawahl ringen die Rechtspopulisten in Schweden mit einem Fall möglicher sexueller Belästigung. Eine EU-Politikerin, die den Vorfall Medienberichten zufolge der Parteiführung gemeldet haben soll, wurde von den rechtspopulistischen Schwedendemokraten von der Kandidatenliste gestrichen.Kristina Winberg habe sich in den vergangenen Jahren wiederholt tadelnswert und rücksichtslos verhalten, erklärte die Partei dazu. Sie habe sich mit Hilfe der Medien gegen Parteifreunde verschworen und verliere damit nicht nur Listenplatz vier für die EU-Wahl, sondern auch ihre Parteimitgliedschaft.

Begrapschte Peter Lundgren eine Frau an der Brust?

Die Zeitung “Expressen” berichtete dagegen am Montag, eine der Ursachen für den Schritt könne gewesen sein, dass Winberg Zeugin eines sexuellen Übergriffs des Spitzenkandidaten der Partei, Peter Lundgren, gewesen sei. Dem Bericht nach soll Lundgren eine Frau auf einem Parteitreffen im vergangenen Jahr an der Brust begrapscht haben. Ihr Ziel sei es nicht gewesen, der Partei Schaden zuzufügen, sagte Winberg der Zeitung. Vielmehr sei sie der Ansicht, der Vorfall sei inakzeptabel gewesen.

Parteichef spricht Lundgren weiterhin das Vertrauen aus

Mit den Vorwürfen konfrontiert räumte Lundgren in einem Interview des “Expressen” ein, seine Hand unter Alkoholeinfluss auf die Brust der Frau gelegt zu haben. Er habe sie aber nicht begrapscht, die beiden seien weiterhin Freunde, sagte er dem schwedischen Radio. Der “Expressen” übertreibe in seinem Bericht, es gebe zudem keine Verbindung zwischen dem Vorgehen gegen Winberg und den Berichten über den Vorfall. Ähnlich äußerte sich Parteichef Jimmie Åkesson. Er sprach Lundgren das weitere Vertrauen seiner Partei aus. Jetzt haben auch die Schweden einen Rechtspopulisten-Skandal.

(APA)

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