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Busek: Druck nimmt zu

Nach dem Tod von Slobodan Milosevic wird der Druck auf Serbien, den Kriegsverbrecher Ratko Mladic an das UNO-Tribunal auszuliefern zunehmen, nach Ansicht von Erhard Busek, zunehmen.

Möglich seien nunmehr auch Demonstrationen in Serbien, sagte Busek am Samstag beim EU-Außenministertreffen in Salzburg gegenüber der APA.

Nach Angaben von Busek sagte der serbische Präsident Boris Tadic am Rande des Salzburger Außenministertreffens, dass Regierungschef Vojislav Kostunica eine Auslieferung des früheren serbisch-bosnischen Armeechefs Mladic bis Ende April versprochen habe. Den Tod von Milosevic im Gefängnis des UNO-Kriegsverbrechertribunals in Scheveningen kommentierte Busek mit den Worten: „Hier hat ein gütiger Gott ein Einsehen gehabt.“

EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn hatte Serbien mit einer Unterbrechung der Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen gedroht, sollte Belgrad den mutmaßlichen Kriegsverbrecher nicht bis Ende März ausliefern. Die Position der Kommission habe sich dazu nicht geändert, sagte eine Sprecherin von Rehn am Samstag auf Anfrage der APA. Die nächste Verhandlungsrunde mit Belgrad ist für den 4./5. April vorgesehen.

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