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Burma: Soldaten riegelten Zentrum von Rangun ab

©EPA
In der burmesischen Metropole Rangun hat das Militär am Freitag damit begonnen, das gesamte Stadtzentrum abzuriegeln.

Laut Augenzeugen fuhren Soldaten und Polizisten auf Lastwagen durch die Straßen und errichteten mit Holz und Stacheldraht Barrikaden. Die Shwedagon-Pagode, von der die jüngsten Proteste gegen die Militärdiktatur ausgingen, sei bereits vollkommen abgeriegelt, berichteten sie. Demonstranten lieferten sich erneut ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Militär. Menschenmengen beschimpften Soldaten; diese forderten die Demonstranten über Lautsprecher zum Rückzug auf.

Beim Einsatz der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten waren am Vortag nach Regimeangaben in Rangun neun Menschen ums Leben gekommen. Der australische Botschafter Bob Davis sagte dem Rundfunksender ABC am Freitag, Augenzeugen hätten australischen Botschaftsmitarbeitern gesagt, es seien „wesentlich mehr“ Tote weggebracht worden. Die tatsächliche Opferzahl belaufe sich auf ein „Vielfaches“.

Die Militärjunta unter Generalissimus Than Shwe hat am Freitagmorgen die Abschaltung aller Internetverbindungen mit dem Ausland verfügt. Als offiziellen Grund gab die staatliche Telekomgesellschaft den Bruch eines unterseeischen Kabels an. Fünf buddhistische Klöster wurden zu Sperrzonen erklärt.

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