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Burgstaller: Mehr Geld für Kinderbetreuung vom Bund

Der Bund plane, 945 Euro pro fünfjährigem Kind zuzuschießen, das noch nicht in die Schule geht, um die Kinderbetreuung in dieser Altersgruppe gratis zu ermöglichen. Das teilte Salzburgs LH Gabi Burgstaller nach einem Gespräch mit dem designierten SP-Chef Werner Faymann mit.

Die ressortzuständige Landesrätin Doraja Eberle (ÖVP) sprach sich am Freitag dezitiert dafür aus, dass das letztes Kindergartenjahr zwar gratis, nicht aber verpflichtend sein solle.

Burgstaller kündigte an, dass dieses Geld sofort in die Pläne in Richtung Schaffung eines Gratis-Kindergartens in Salzburg einfließen werde. Die Landeshauptfrau geht davon aus, dass durch diese zusätzlichen Gelder die Einführung des Gratis-Kindergartens schneller von statten gehen wird können. Nun gelte es, die genauen Bedingungen des Bundes für den Geldeinsatz zu klären und in Salzburg unter den Entscheidungsträgern zu vereinbaren, wie man die ersten Schritte gestaltet.

“Unser Plan eines Gratis-Kindergartens bis 2014 erweist sich als realistisch, finanzierbar und aufgrund der Entscheidung des Bundes eventuell sogar schneller umsetzbar als geplant”, betonte die Landeshauptfrau. In Salzburg gibt es rund 5.300 Kinder in der entsprechenden Altersgruppe.

“In der bundesweiten Diskussion um das verpflichtende kostenlose letzte Kindergartenjahr trete ich für die größtmögliche finanzielle Entlastung und Wahlfreiheit der Eltern ein – keinesfalls aber für eine Verpflichtung. Ich bin der festen Überzeugung, dass Eltern den Betreuungsbedarf ihrer Kinder selbst definieren sollen und die Freiheit haben müssen, selbst zu entscheiden, wann ihr Kind reif ist für eine Betreuung außer Haus – und in welcher Form diese Betreuung für ihr Kind geeignet ist”, unterstrich Eberle, die auf die Unterstützung von Vorarlberg und Tirol verwies. “Die westlichen Bundesländer werden in Wien ihre Position gemeinsam mit starker Stimme vertreten “, so die Landesrätin.

Sie habe ein “Salzburger Modell” entwickelt, das die Notwendigkeit einer rechtzeitigen Sprachfeststellung mit der Entscheidungs- und Wahlfreiheit der Eltern vereine, betonte Eberle. Das Ziel – ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache – sei auch unter Wahrung der Entscheidungs- und Wahlfreiheit der Eltern bezüglich Zeitpunkt und Ort der Betreuung ihrer Kinder zu erreichen.

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