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Burgschauspielerin Gertraud Jesserer wird 65

Seit 35 Jahren zählt sie zu den Ensemblestützen des Wiener Burgtheaters: Getraud Jesserer feiert am kommenden Samstag (13. Dezember) ihren 65. Geburtstag.

Die Charakterdarstellerin stand in vielen wesentlichen Produktionen der österreichischen Theaterlandschaft auf der Bühne, prägte in der “Familie Leitner” Fernsehgeschichte mit und arbeitete mit Kollegen wie Romy Schneider oder Catherine Deneuve.

Gertraud Jesserer wurde am 13. Dezember 1943 in Wien geboren. Schon als 14-Jährige spielte sie an der Seite von Romy Schneider in Rolf Thieles Film “Die Halbzarte”. Mit 16 verließ sie frühzeitig das Wiener Max-Reinhardt-Seminar und debütierte kurz darauf in Franz Molnars “Liliom” am Wiener Theater in der Josefstadt, dessen Ensemble sie bis 1969 angehörte. Nach Engagements am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und erneut am Theater in der Josefstadt kam sie 1973/74 ans Wiener Burgtheater, wo sie seither zu den Ensemblestützen zählt.

Die zarte Charakterdarstellerin überzeugte immer wieder auch mit kraftvollen Figuren, ihr Repertoire ist umfangreich und umfasst komische wie ernste Rollen. In der österreichischen Theaterliteratur – etwa als Salome Pockerl in Nestroys “Der Talisman”, als Marianne in Horvaths “Geschichten aus dem Wiener Wald” oder als Muskat im “Liliom” – fühlt sie sich ebenso wohl wie in der klassischen Dramatik (etwa als Rosalinde in Shakespeares “Wie es euch gefällt”). In den vergangenen Jahren war sie in zahlreichen Produktionen zu sehen, etwa in den Luc Bondy-Inszenierungen von Horvaths “Figaro läßt sich scheiden” (Festwochen-Koproduktion im Theater in der Josefstadt) oder von Tschechows “Die Möwe” (Festwochen-Koproduktion im Akademietheater).

Die Schauspielerin wirkte auch in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen mit. In den fast 500 Folgen der “Familie Leitner” schrieb sie als “Gerda” österreichische Fernsehgeschichte mit. In TV-Filmen wie Wolfgang Murnbergers “Taxi für eine Leiche”, Esther Wengers “Ein ganz normales Paar” oder Benoit Jacquots “Princesse Marie” spielte sie in den vergangenen Jahren an der Seite von Catherine Deneuve, Anne und Heinze Bennent, Karlheinz Hackl und Elisabeth Orth. Im Kino sah man sie 2003 in Peter Payers “Ravioli” als Mutter von Alfred Dorfer. Zusätzlich war Jesserer immer wieder bei Rezitationsabenden oder etwa bei den Sommerfestspielen auf Schloss Weitra oder der Rosenburg aktiv. 1974 erhielt Jesserer die Kainz-Medaille, 1998 den Nestroy-Ring, 2003 das Goldene Wiener Ehrenzeichen.

Gertraud Jesserer war mit dem verstorbenen Schauspieler Peter Vogel verheiratet, der ältere ihrer beiden gemeinsamen Söhne, Nick Vogel, kam 1991 im Jugoslawienkrieg als Fotoreporter am Flughafen von Laibach ums Leben.

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