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Burgenländer vor Gericht: Schüsse auf Radarbox

Aus dem fahrenden Auto hat ein Burgenländer gleich zehnmal auf ein Radargerät geschossen. Er beschädigte den Automat und musste sich am Donnerstag dafür im Grazer Straflandesgericht verantworten.

Mitangeklagt war ein Oststeirer, der seinem Freund die Waffe geliehen und ihn chauffiert hatte. Der Steirer wurde verurteilt, der Burgenländer kam mit einer Geldbusse im Rahmen einer diversionellen Einigung davon.

Der 19-jährige Burgenländer und sein 32-jährige Freund hatten in eine Gasdruckpistole Kugeln hineingegeben. Damit schoss der Jüngere aus dem fahrenden Auto auf ein Radargerät in der Oststeiermark. „Was ist Ihnen denn da eingefallen?“, fragte Richter Raimund Frei. „Das war ein Blödsinn“, meinte der Befragte zerknirscht. „Das war schon mehr als ein Blödsinn, stellen Sie sich vor , was passiert, wäre, wenn eine Kugel jemanden getroffen hätte“, so der Richter.

„Wer ist denn auf die Schnapsidee gekommen?“, wollte Staatsanwalt Manfred Kammerer wissen. Schulterzucken und betretenes Schweigen war die Antwort. „Haben Sie zu viele Filme gesehen? Dort schießen sie auch immer aus dem Auto“, meinte der Richter. Beide Angeklagten wollten keinen Grund nennen, auch dass sie das aus „Rache“ getan hätten, weil sie zuvor wegen überhöhter Geschwindigkeit zahlen mussten, stritten beide ab.

Der Jüngere kam mit einer Geldbusse von 600 Euro im Rahmen einer diversionellen Einigung davon. „Sie sind eh beim Bundesheer, dort können’s schießen“, gab der Richter dem Präsenzdiener noch mit auf den Weg. Der Ältere ist vorbestraft und wurde daher zu einer Geldstrafe von 1.800 Euro verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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