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Bundesheer präsentierte neues Sturmgewehr 77

Das Sturmgewehr 77 kann mit wenigen Änderungen aufgerüstet werden
Das Sturmgewehr 77 kann mit wenigen Änderungen aufgerüstet werden ©APA
Das Bundesheer bekommt neue Ausrüstung, am Mittwoch präsentierte Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) unter anderem ein neues Sturmgewehr 77 und neue Feldschuhe.
Neues Sturmgewehr vorgestellt

Letztere werden künftig nicht übertragen, sondern die Soldaten können sie mit nach Hause nehmen, erklärte der für die Beschaffungen zuständige Sektionschef Norbert Gehart bei der Pressekonferenz.

Das Bundesheer positioniere sich inhaltlich neu und gebe sich eine neue Struktur, auch die Ausrüstung der Soldaten müsse daher moderner werden, verwies Doskozil auf die neue Schutzausrüstung und die Bewaffnung. Auch berichtete der Ressortchef von starkem Personalzulauf. Doskozil erklärte weiters, dass das neue Sturmgewehr gemeinsam mit Steyr entwickelt wurde und mit den bisher getätigten Vertragsabschlüssen 50 Prozent heimische Wertschöpfung erzielt wurden.

Bundesheer investiert 1,7 Milliarden Euro

Bis zum Jahr 2020 investiert das Heer insgesamt 1,2 Mrd. Euro in die Beschaffung. Weitere 500 Mio. Euro fließen in die Infrastruktur, hieß es aus Doskozils Büro. Insgesamt wurden bzw. werden 2016 und 2017 rund 90 Mio. Euro in die Schutzausrüstung der Soldaten investiert. Diese Summe teilt sich auf in 50 Mio. Euro für Bekleidung, 20 Mio. Euro für Schutzhelme und je 10 Mio. Euro für diese zwei Jahre für die Adaptierung und Erneuerung der Waffensysteme, erklärte der Ressortchef.

Soldaten dürfen Feldschuh behalten

Das bestehende Sturmgewehr 77 etwa kann laut Gehrat mit wenigen Änderungen aufgerüstet werden. Das bisherige Essgeschirr aus Aluminium wird durch Edelstahl ersetzt und auch bei den Schuhen gibt es Neuerungen. Erhielten Soldaten bisher bereits mehrfach getragene, wird es nun hygienischer. Der leichte Feldschuh geht in den Besitz der Grundwehrdiener und Kadersoldaten über. Für 2017 sind übrigens 42.000 Paar mit einem Einzelpreis von rund 51 Euro vorgesehen, geht aus der Unterlage hervor. Für neue Schutzbrillen, die etwa vor Laserpointern schützen sollen, läuft gerade die Ausschreibung. Der Einzelpreis für die ballistischen Schutzbrillen beläuft sich auf etwa 400 Euro.

Der Sektionschef zeigte sich erfreut, dass mit der neuen Ausrüstung “die Anliegen der Soldaten ernst genommen” werden. Er erklärte weiters, dass nicht alle sofort mit der neuen Teilen ausgerüstet sind. Zunächst müssen sie ausgeliefert, verteilt und die Soldaten damit ausgebildet werden, so Gehart.

(APA)

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