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Bund soll laut Gesundheitsstadträtin von Wien lernen

Am Wiener Gesundheitswesen soll Österreich genesen: SPÖ-Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely präsentierte am Dienstag im Rahmen des wöchentlichen Bürgermeister-Pressegesprächs ihre Forderungen an eine neue Bundesregierung.

“Viele Dinge, die wir hier in Wien tun, wären sinnvoll österreichweit auszurollen”, unterstrich sie und nannte beispielsweise das Qualitätsmanagement. Die erste Aufgabe werde allerdings die ausreichende Finanzierung der defizitären Krankenkassen sein.

In jedem Falle hoffe sie wieder auf wirkliche Partner im Gesundheitssystem auf Bundesebene, wenn der Regierungswechsel geschafft sei. Bisher gelte jedoch: “Einige politische Kräfte wollen unsere hervorragende Gesundheitsversorgung, die auf einem starken öffentlichen Engagement fußt, schlechtreden, zerschlagen und privatisieren.”

Dabei sei der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) mit jährlich 400.000 stationären Patienten eine der größten Gesundheitseinrichtungen Europas und habe eine große Vorbildfunktion für Restösterreich. Ein Beispiel sei das bereits 1993 implementierte Qualitätsmanagement, das von zehn hauptamtlichen Mitarbeitern gewährleistet werde. Dies umfasse ebenso Schulungen wie die Zertifizierung der Blutbanken, der Patienten-EDV-Verwaltung oder die Gesamtzertifizierung des AKH, die demnächst abgeschlossen sein soll.

Ein weiteres Element, das österreichweit übernommen werden sollte, sei ein transparentes Wartezeitensystem, wie es derzeit in Wien ausgebaut werden, meinte die SP-Politikerin. In jedem Fall müssten generell im Gesundheitssystem Zustände wie in Großbritannien verhindert werden, wo es heiße: “Wer sich keine private Klinik leisten kann, ist verurteilt zu Krebs, Blindheit, Alzheimer, Parkinson und anderen lebensmindernden oder gar tödlich fortschreitenden Krankheiten.”

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