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Bulgarien: Gefährlicher Störfall

Ein Störfall im bulgarischen Atomkraftwerk Kosloduj vom 1. März ist nach offiziellen Angaben gefährlicher gewesen als bisher dargestellt worden war.

Die bulgarische Atomaufsichtsbehörde (AJR) setzte den Störfall von Platz eins auf Platz zwei einer siebenstufigen internationalen Skala herauf. Das gab der AJR-Vorsitzende Sergej Zotschew am Montag in Sofia bekannt.

So sei nun festgestellt worden, dass nach einem Pumpenausfall „eine große Zahl der Elemente“ der Schnellabschaltung im fünften Kosloduj-Reaktor versagt hätten. Zudem habe es auch Ablaufmängel sowie eine Verzögerung bei der Feststellung der Ursache des Zwischenfalls im 1000-Megawatt-Block gegeben. „Gegenwärtig operiert Block Fünf sicher“, teilte die Aufsichtsbehörde mit. Er solle in diesem Jahr für eine reguläre Wartung abgeschaltet werden.

Der bulgarische Kernphysiker Georgi Kastschiew hatte laut einem Bericht des „Tagesspiegel am Sonntag“ vom 23. April den Zwischenfall als wesentlich gefährlicher als zuvor angegeben dargestellt. Kastschiew war bis 2001 Chef der bulgarischen Aufsichtsbehörde für das Kernkraftwerk und arbeitet heute im Institut für Risikoforschung der Wiener Universität.

Der betroffene Reaktor in Kosloduj an der Donau soll zusammen mit einem weiteren 1.000-Megawatt-Block auch nach dem für 2007 vorgesehenen EU-Beitritt Bulgariens weiter in Betrieb bleiben. Zwei ältere 440-Megawatt-Blöcke ebenfalls sowjetischer Bauart müssen jedoch laut einer Vereinbarung mit der EU noch bis Ende dieses Jahres stillgelegt werden. Schon Ende 2002 waren die zwei ältesten Kosloduj-Blöcke abgeschaltet worden.

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