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Buhrufe für Rapid

Rapid und SW Bregenz trennten sich am Samstag in der 31. Runde der Fußball/T-Mobile Bundesliga mit 1:1 (1:1).

Steffen Hofmann hatte den Rekordmeister mit dem ersten Treffer nach 490 torlosen Minuten in Führung gebracht, Axel Lawaree gelang aber noch vor der Pause mit seinem 19. Meisterschaftstreffer in dieser Saison der Ausgleich. Die Vorarlberger bleiben damit am Tabellenende und haben weiter drei Punkte Rückstand auf VfB Admira/Wacker Mödling, da die Niederösterreicher in Salzburg ein 0:0 erreichten.

Die Gastgeber hatten vor der Pause zwar zunächst mehr vom Spiel, die besseren Möglichkeiten fanden aber die Bregenzer vor: Hlinka (2.) und Lawaree (10./alleine vor Payer, 18./nach Prisc-Fehler) vergaben aber die Chancen zur Führung. Rapid wurde durch den „Teenie-Sturm“ Wallner (4.) sowie Kienast (30. und 32.) gefährlich, ehe in der 43. Minute endlich der Torbann gebrochen wurde: Aus einem Konter bediente Wallner den mitgelaufenen Hofmann, der von der Strafraumgrenze ins lange Eck traf. Die 4.000 Fans im Hanappi-Stadion hatten aber nur kurz Grund zum Jubeln, denn nach Dasoul-Freistoß gewann Klausz das Kopfball-Duell mit Knez und Lawaree ließ sich die Chance zum 1:1 nicht nehmen.

Nach dem Wechsel übernahm Rapid das Kommando, Herzog war durch Sobotzik ersetzt worden und nun klappte zunächst auch spielerisch mehr. Ivanschitz (49. + 62.), Sobotzik (56.) und Wallner (59.) hätten Grün-Weiß in Führung bringen können, bei Bregenz regte sich Trainer Regi van Acker in dieser Phase zu viel auf und wurde von Schiedsrichter Manfred Schüttengruber nach wiederholter Kritik auf die Tribüne verwiesen. Dies wirkte bei den Gästen im Finish als Wecker, die Bregenzer erwachten aus ihrem Pausenschlaf und Aslan (60.), Torschützenlisten-Leader Lawaree (70., 84) und Eller hätten Rapid endgültig mitten in den Abstiegskampf ziehen können.

Die Zuschauer quittierten die schwache Leistung des Rekordmeisters mit Schmährufen für Vereinspräsident Rudolf Edlinger, Applaus für die Bregenz-Spieler und lauten Protest. Die Fans auf der West-Tribüne weigerten sich ihre Plätze zu räumen und skandierten: „Wir wollen den Vorstand sehen!“. Auf die Herren des Rapid-Vorstandes kommen nun offensichtlich schwere Zeiten zu.


Josef Hickersberger (Rapid-Trainer):
„Ich kann mit dem einen Punkt nicht zufrieden sein. Gott sei Dank haben wir wenigstens das Minimalziel erreicht, ein Tor zu schießen. In der Schlussphase war bei meiner Mannschaft mehr Verunsicherung zu spüren als beim Tabellenletzten.“


Regi van Acker (Bregenz-Coach):
„Ich bin mit dem Punkt zufrieden. Wir haben aber auch Chancen zum Sieg gehabt. Der Mannschaft muss ich für ihren Kampfgeist ein Kompliment aussprechen.“

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