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Buenos Aires: USA werden wieder teilnehmen

Der argentinische Umweltdiplomat und „Vater“ des Kyoto-Protokolls Raul Estrada rechnet fest damit, dass die USA sich wieder an den internationalen Bemühungen um die Reduzierung von Treibhausgasen beteiligen werden.

„Als alle meinten, Kyoto werde nie in Kraft treten, war ich Optimist und habe Recht behalten. Jetzt bin ich zuversichtlich, dass sich die USA wieder einklinken werden“, sagte Estrada.

Bei der Kyoto-Nachfolgekonferenz vom 6. bis 17. Dezember in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires werde es vor allem um die weitere Reduzierung von Treibhausgasen nach 2012 gehen sowie um die Einstellung auf die Folgen des Klimawandels. Auf jeden Fall müssten die USA als weltweit mit Abstand größter Produzent von Treibhausgasen einbezogen werden. „Aber den USA die Hände binden zu wollen ist unmöglich, denn dann rennen sie einen über den Haufen“, warnte Estrada.

Mit dem Kyoto-Protokoll von 1997 haben sich die Industriestaaten verpflichtet, ihre wesentlichen Treibhausgase innerhalb des Zeitraums 2008 bis 2012 im Vergleich zu 1990 um mindestens fünf Prozent zu verringern. Nach dem Amtsantritt von Präsident George W. Bush waren die USA im März 2001 aus dem Abkommen ausgestiegen, weil es die US-Wirtschaft behindere und nicht auch die Entwicklungsländer zur Reduzierung von Treibhausgasen verpflichte.

Ein möglicher Ausweg sei die Festsetzung von Effizienz-Standards, meint Estrada. Dann dürften zur Herstellung einer Tonne Stahl nur noch eine bestimmte Menge Kohlendioxid oder für die Produktion von einer Tonne Fleisch nur noch eine festgesetzte Menge Methan freigesetzt werden. „Der Vorteil dabei ist, dass es keinen Deckel für die Produktion gibt“, erklärt Estrada. Zwar gebe es beim Klimaschutz noch „unendlich viel zu tun“, aber nach der Ratifizierung des Kyoto- Protokolls durch Russland sei er zuversichtlich, dass die Reduktionsziele des Protokolls erreicht werden können. Und das habe zumindest die Atmosphäre der Verhandlungen schon mal deutlich verbessert.

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