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Buchinger spricht sich gegen Sonderschulen aus

"Jede Sonderschule, auch wenn sie gute Arbeit leistet, arbeitet mit dem Prinzip der Ausgrenzung behinderter Menschen", sagte Behindertenanwalt Erwin Buchinger zur aktuellen Diskussion über die Abschaffung der Sonderschulen.

2008 hat Österreich die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung ratifiziert und sich damit verpflichtet, Kinder “nicht aufgrund von Behinderung” vom Schulbesuch auszuschließen. Buchinger hat in seiner früheren Funktion als Sozialminister die UN-Konvention unterzeichnet, er will auch für die Umsetzung kämpfen: „Ich werde hartnäckig daran arbeiten.“ Er hofft, dass es in „zehn Jahren keine Sonderschulen mehr gibt“. Er weiß, dass sein Ziel ambitioniert ist, aber in Zeiten des Budgetdrucks will er auch folgendes Argument betonen: „Ein Doppelsystem, also hier Sonderschulen, dort Integrationsklassen, ist sicher das Teuerste. Deshalb sollte es in zehn Jahren nur mehr Integrationsklassen geben. Im Österreich-Schnitt werden etwa die Hälfte der rund 28.000 Betroffenen in Inte­grationsklassen unterrichtet. Dort besteht eine geringere Schülerzahl, es gibt zusätzliche Lehrer und es werden alternative Methoden angewendet.

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