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"Bubentraum geht nun in Erfüllung"

Dornbrin - Der Dornbirner Nebenerwerbslandwirt Walter Huchler ist einer der Wiesenmeister. Die Bewirtschaftung von 1,5 Hektar Bergmähder ist für ihn zur Leidenschaft geworden.

Seine Augen leuchten, er gerät ins Schwärmen, wenn er langsam über die inzwischen abgemähten steilen Bühel in Dornbirn „Stöck“ geht: Der 55-jährige Dornbirner Walter Huchler hat sich hier seinen „Bubentraum“ erfüllt. Die Bewirtschaftung von 1,5 Hektar Bergmähder ist für ihn und seine Familie zur Leidenschaft geworden. Vor wenigen Jahren hat der technische Angestellte, dem das Bauernblut in den Adern pulsiert, die Wiesen samt 1,5 Hektar Wald im Rudach, rund eine halbe Fahrstunde von der Stadt entfernt, erworben. Wenige Wochen nach dem Kauf riss ihm eine Mure einen Teil des Weges in die Schlucht. Aber das lässt sich reparieren.

„Heu ist wie Tee“

Nur einmal pro Vegetationsperiode, jeweils im Juli, wird die Wiese gemäht. Dann kommt auch der vierköpfige Nachwuchs mit Sense und Rechen zum Einsatz „Hier wachsen sehr viele Pflanzenarten, von Frauenschuh bis zum Türkenbund, vom wilden Thymian bis zum Frauenmäntele“, erzählt Walter Huchler voller Stolz. „Die Rotschwingel-Straußgraswiese ist sehr artenreich und zugleich wertvoller Lebensraum für Wildtiere“, heißt es in der Bewertung der Jury für die Wiesenmeisterschaft 2007. Huchler hat heuer zum ersten Mal teilgenommen (Siehe dazu A10).

Die alte Hütte, in der die Huchlers während der Heuarbeiten übernachten, ist bescheiden, das noch nicht gefasste Wasser aus der eigenen Quelle glasklar. Im Herbst findet hier das Rehwild noch frische Äsung. Eine Rotte Wildschweine hat sichtbare Spuren hinterlassen. Doch auch das gehört für Walter Huchler zum Lebensraum.

Mit der Natur

Auf seinem Bauernhof in Dornbirn-Hatlerdorf wird so naturnah wie nur möglich gewirtschaftet. Zwei Mutterkühe und drei Kälber der selten gewordenen Rasse „Tuxer Rind“ hält der Fleckvieh-Landwirt im Tal. Zunächst war er damit in der Zunft eher ein „Exote“, heute findet die Mutterkuhhaltung immer mehr Anhänger. Das Fleisch vermarktet er privat. Gattin Elvira bäckt das Brot für die Familie selbst, das jüngste der vier Kinder ist in Flugenten und Esel vernarrt. Geheizt wird selbstverständlich mit Holz aus den eigenen Waldbeständen.

ZUR PERSON

Walter Huchler
Beruf: Angestellter und Nebenerwerbslandwirt
Geb.: 13. 12. 1952 in Dornbirn
Familie: Gattin Elvira, vier Kinder Ausbildung: als Bub Hirte und Heuer auf einer Alpe in Warth, angelernter Techniker
Laufbahn: Techniker in einem Hotelkomplex in Zürs

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