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BTV festigt ihren Erfolgskurs

Schwarzach - Spareinlagen um fast 28 Prozent gesteigert, Eigenmittelquote um 29 Prozent erhöht, Überschuss vor Steuern selbst in Zeiten wie diesen noch einmal um 3 Prozent verbessert: Die Bank für Tirol und Vorarlberg AG (BTV) verkörpert mit ihrem 9-Monats-Ergebnis 2009 nicht nur den fast diametralen Kontrast etwa zu einer Kärnten-Hypo.

Auch viele an sich ganz passabel performende Mitbewerber können von solchen Zwischenbilanzen im Moment nur träumen.

Was kann denn der aus Vorarlberg nach Innsbruck „emigrierte“ BTV-Vorstandschef Peter Gaugg um so viel besser als das Gros seiner Kollegen, die das Banker-Business in aller Regel ja auch sehr fundiert erlernten? Gaugg dazu auf unsere Anfrage: „Da gibt’s nichts Spektakuläres, es ist wohl der Totaleinsatz unserer Mannschaft, wobei uns die regionale Verankerung und das Festhalten am klassischen Bankgeschäft (als Alternative zum total abgehobenen Investmentbanking) gerade in diesem unsicheren Umfeld schon zugearbeitet haben. Statt Kredite weiterzuverkaufen, sind wir bei unseren Kunden geblieben. Wir ließen und lassen uns nur auf Geschäfte ein, deren Risken kalkulier- und nachvollziehbar sind.“

Okay. Aber all das, möchte man meinen, sollte doch auch für andere Player gelten. Gibt es daneben nicht doch auch BTV-Spezifika, welche der Regionalbank einen Sonderbonus zuschanzen? Gaugg: „In dem Zusammenhang gilt es wohl auf unsere Aktionärsstruktur zu verweisen. Wir sind frei von politischen Einflüssen, müssen keinem Momentanerfolg nachhecheln, können nachhaltig zum Wohl der Region und ihrer Menschen arbeiten.“ Zweitens sei die BTV eine äußerst sparsame Bank. Ihre Cost-Income-Ratio liegt unter 50 Prozent. „Das heißt, mit 50 Cents Aufwand erlöst die BTV einen Euro Ertrag, im Österreich-Schnitt brauchen die Banken dafür 80 Cents. Diese 30 Cents Differenz tun unserer Risikofähigkeit oder eben unserem Eigenkapital gut“, verwies Peter Gaugg auf – bei 8 Prozent Erfordernis – 13,99 Prozent BTV-Eigenmittelquote. Drittens werde „Kundennähe“ in seinem Haus wörtlich gelebt – der Kundenkontakt ist „tägliches Brot“ aller Chargen vom Vorstand abwärts. Das gewährleiste Kundenkenntnis, lasse bei Gefahr im Verzug meist früh genug richtiges Gegensteuern zu.

Zu den Hilferufen der schon erwähnten Kärnten-Hypo nach dem Staat meinte der BTV-Chef, dass „man zuerst ihr beabsichtigtes Geschäftsmodell kennen muss, ehe wieder Steuergeld fließt. Da hat Pröll absolut angemessen reagiert“. Was die ebenfalls vom Finanzminister avisierte Rücknahme der staatlichen Einlagensicherung von nach oben unbegrenzt auf 100.000 Euro pro Person und Institut per 1. Jänner 2010 angeht, ist auch Gaugg „überzeugt, dass die unbegrenzte Haftung weggehört. Erstens hat auch die Finanzkrise den Höhepunkt hinter sich gelassen, zweitens kann man nicht Bankverantwortung und Anlegerrisiko dauerhaft ausschalten, so nach dem Motto: Das Staatsnetz fängt dich immer auf“.

BTV-Facts
nach drei Quartalen 2009
Eigenmittel: 764,2 Mill. Euro (+ 93,4 Mill. Euro)
Eigenmittelquote: 13,99 % (nach 10,86% 2008)
Kernkapitalquote: 8,46 % (plus ein Viertel)
Überschuss vor Steuern: 42,2 Mill. Euro (+ 3 %)
Spareinlagen: 1,4 Mrd. Euro (+ 27,6 %)
BTV betreut somit insgesamt über 10 Mrd. Euro an Kundengeldern.

 

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