Brotwoche: Einweg-Pfand und Nachwuchs als Herausforderungen

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Ländle-Bäcker feiern derzeit die Brotwoche. Innungsmeister Wolfgang Fitz über die Coronakrise, Lehrlinge und das Problem mit dem Einweg-Pfand.
Brotwoche im Ländle
NEU
Einweg-Pfand so gut wie fix

Derzeit läuft die Brotwoche. Vom 8. bis 16. Oktober möchten die Vorarlberger Bäcker auf ihre Arbeit und Produkte aufmerksam machen. "Wir haben keinen besonderen Schwerpunkt gesetzt dieses Jahr", erklärt Wolfgang Fitz von der Schwanenbäckerei in Wolfurt, seines Zeichens Innungsmeister der Vorarlberger Bäcker. Es gebe allerdings verschiedene Aktionen bei den Bäckern im Land - etwa mit besonderen Broten.

"Die Coronakrise war unterschiedlich für unsere Betriebe", meint Fitz gegenüber VOL.AT. Belieferer von Gastronomie und Hotellerie hatten eine schwere Zeit. Betriebe, hauptsächlich die Supermärkte und Lebensmittelhändler beliefern, seien gut durch die Krise gekommen.

In der Brotwoche gibt es unterschiedlichste Aktionen. Bild: VOL.AT/Mayer

Nachwuchs: "Mehr geht immer"

Nicht einfach ist in der Branche die Lehrlings-Situation. Im Schnitt gebe es jährlich rund 20 Lehrlinge im ersten Lehrjahr. "Mehr geht immer", verdeutlicht der Innungsmeister. In anderen Branchen sei die Situation ähnlich: "Es ist nicht einfach, Fachkräfte auszubilden, Lehrlinge zu bekommen." Man müsse sich stark um die Jugendlichen bemühen. Die Arbeitszeiten hätten hier sicher einen Einfluss. Bäcker arbeiten an Wochenenden, in der Urlaubszeit, zu Weihnachten und im Advent gibt es viel zu tun.

Der Trend zur Regionalität halte weiter an. "Es hat sich noch in Coronazeiten wieder verstärkt", gibt Fitz zu verstehen. Vorarlbergs Bäcker legen generell sehr viel Wert und Augenmerk auf Produkte aus dem Ländle. Die einzelnen Betriebe beziehen ihre Rohstoffe soweit möglich aus der Region - von Eiern bis hin zu Butter. Es solle möglichst viel Wertschöpfung im Land bleiben.

Der geplante Einweg-Pfand könnte anfangs Probleme machen. Symbolbild: APA

Einweg-Pfandsystem als Herausforderung

Die Entscheidung der Regierung, ein Einweg-Pfandsystem in Österreich einzuführen, sieht der Bäckermeister kritisch. "Es wird sicher ein Problem werden, weil wir von den Räumlichkeiten her sehr begrenzt sind teilweise und es sicher viel Mehrarbeit ist für die Verkäuferinnen, dies umzusetzen", meint er. Aktionen, die der Umwelt zugutekämen, seien allerdings sehr zu befürworten. "Wir werden unser Bestes versuchen", verdeutlicht er.

(VOL.AT)

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