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Britischer Regisseur Ken Russell wird 75

Obwohl der britische Regisseur Ken Russell am Mittwoch (3. Juli) seinen 75. Geburtstag feiert, gilt er immer noch als „Enfant terrible“ und „Bad Boy“ des englischen Kinos.

Mit seinem dritten Kinofilm „Women in Love“ war ihm 1969 der internationale Durchbruch gelungen. Die Verfilmung eines D.H. Lawrence-Romans wurde für einen Oscar nominiert, Hauptdarstellerin Glenda Jackson erhielt für ihren Part auch eine der Trophäen. In den 70er Jahren stieg Russell zum international bekannten, aber stets umstrittenen Top-Regisseur auf.

Er drehte groteske Filmbiografien wie „Mahler“ und 1971 eine Umsetzung des Huxley-Werks „The Devils“. Der Film wurde vom „Osservatore Romano“, dem Sprachrohr des Vatikans, als „Beleidigung für die gesamte Welt des Films“ bezeichnet, und auch das US-Magazin „Newsweek“ sprach von einer „Gemeinschaftsproduktion von Nero und Marquis de Sade“. Russell verteidigte sich mit dem Hinweis: „Wir leben nicht in einer Zeit der guten Sitten, sondern in einer, in der man Leute unter der Gürtellinie treffen muss.“

Eine der bekanntesten Kinoarbeiten Russells ist die Rock-Oper „Tommy“ (1974) mit Musik von „The Who“. In den 80er Jahren brachte er sich vor allem mit „Gothic“ (1986) und der Kult-Horror-Komödie „The Lair of the White Worm“ (1988) ins Gespräch. 1991 drehte der Regisseur den viel diskutierten Film „The Whore“, dessen Drehbuch angeblich auf einer Idee eines Londoner Taxifahrers beruhte.

Als Schauspieler trat der experimentierfreudige Russell in „Das Russland-Haus“ (1990) in der Rolle eines Geheimagenten in Erscheinung. Für Elton John drehte er das Musikvideo „Nikita“, und sogar als Tänzer und Fotograf hat er sich einen Namen gemacht.

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