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Britische Häftlinge schlafen in Toiletten

Gefängnisse in Großbritannien sind derartig überfüllt, dass etliche Häftlinge in Toiletten schlafen müssen. Das geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der staatlichen Gefängnisinspektorin Anne Owers hervor.

Diese Praxis sei nicht hinnehmbar und müsse umgehend beendet werden, erklärte die Oberaufseherin der Haftanstalten des Königreichs.

Owers führte als Beispiel das Gefängnis in der mittelenglischen Stadt Doncaster an. Dort übersteige die Zahl der Häftlinge derzeit die der üblichen Schlafplätze um fast 200. In der von einer privaten Firma betriebenen Haftanstalt seien deshalb viele Zwei-Mann-Zellen mit einem dritten Gefangenen belegt worden, der im Toilettenabteil schlafen müsse.

Justizminister Jack Straw hatte im vergangenen Jahr den Bau zusätzlicher Hafteinrichtungen für weitere 10.500 Gefangene angekündigt. Die derzeitige Kapazitätsgrenze von 82.000 Haftplätzen wird seit langem überschritten. Bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Richtern löste Straw Unmut mit der Empfehlung aus, mildere Urteile zu erwägen sowie Häftlinge vorzeitig zu entlassen.

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