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Briten in Afghanistan durch US-Bombe getötet

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Bei einem Einsatz im Süden Afghanistans sind drei britische Soldaten der Afghanistan-Schutztruppe (ISAF) offenbar versehentlich von US-Kampfflugzeugen getötet worden.

Wie das Verteidigungsministerium in London am Freitag mitteilte, wurden zwei weitere Soldaten bei dem Vorfall in der Provinz Helmand verletzt. Offenbar habe es sich um „friendly fire“ gehandelt, erklärte das Ministerium.

Der Zwischenfall ereignete sich demnach in der Nähe von Kayaki. Dort waren nach einem Angriff der radikalislamischen Taliban zwei F-15-Kampfflugzeuge der US-Luftwaffe angefordert worden. Die US-Jets warfen eine Bombe ab. Seit Jahresbeginn starben damit 142 Soldaten der ausländischen Streitkräfte bei ihrem Einsatz in Afghanistan.

Die seit sechs Wochen in Afghanistan entführten 19 Südkoreaner werden von den Geiselnehmern offenbar ständig an andere Orte verlegt. Den Entführten gehe es aber trotzdem relativ gut, sagte am Freitag der Arzt Mohammad Hashim Wahaaj, der Kontakt zu einem Taliban-Kommandanten unterhält. Er hatte zu Beginn des Monats den Taliban Medikamente übergeben. Er habe die Geiseln nicht selbst untersuchen können, aber alle Fragen telefonisch mit den Entführern besprochen, sagte Wahaaj.

Von dem vor mehr als einem Monat in Afghanistan entführten deutschen Ingenieur Rudolf B. wurde am Donnerstag erneut ein Video ausgestrahlt. Darin macht der 62-Jährige einen sehr geschwächten Eindruck. „Ich bin ein Gefangener der Taliban. Wir leben in den Bergen“, erklärte B. in dem Video. Die Bedingungen seien sehr schlecht. „Bitte helft uns“, flehte der Ingenieur. Im Osten Afghanistans haben bei einer Razzia ein mutmaßlicher Aufständischen getötet. Elf Verdächtige wurden nach Militärangaben festgenommen. Der Einsatz erfolgte im Rahmen der von den USA geführten „Operation Enduring Freedom“ (OEF).

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