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Brite in Bombayer Hotel schilderte Terror kurz vor seinem Tod

Ein Brite hat den Terrorangriff auf das Bombayer Luxushotel Taj Mahal in einem Telefoninterview geschildert, wenige Stunden bevor er selbst ums Leben kam.

Das britische Außenministerium erklärte am Donnerstag, mindestens ein Brite sei unter den Toten. Das zypriotische Außenministerium bestätigte später, dass es sich bei dem Mann um den 73-jährigen geborenen Zyprioten Andreas Liveras handelte, der 1963 nach London emigriert war. In einem Telefoninterview hatte Liveras der BBC die Lage im Taj Mahahl geschildert, nachdem bewaffnete Attentäter in das Hotel eingedrungen waren.

Er habe sich gerade im Hotelrestaurant zu Tisch gesetzt, als Maschinengewehrfeuer in den Fluren zu hören war, berichtete Liveras. “Wir haben uns unter den Tischen versteckt, und dann haben sie das Licht ausgemacht.” Alle Restaurantgäste seien in einen Salon gebracht worden, wo “mehr als 1.000 Leute” zusammengepfercht seien, darunter Touristen, Einheimische und Hotelbewohner. Die Türen seien von außen abgeschlossen worden: “Es ist sehr ruhig. Die letzte Bombe ist vor 45 Minuten explodiert und hat das Hotel erschüttert. Niemand kommt in diesen Raum und niemand geht raus, wir wissen wirklich nicht, was los ist”, sagte Liveras der BBC. Alle in dem Raum Gefangenen seien voller Angst und stünden unter Hochspannung. “Wir schauen uns nur an, und jedes Mal, wenn man etwas hört, springen alle auf.”

Die zypriotische Nachrichtenagentur zitierte Liveras’ Bruder Theophanis mit den Worten, der 73-jährige Besitzer eines Yacht-Charterunternehmens sei mit einer großen Gruppe von Restaurantgästen als Geisel genommen und “kaltblütig bei den Terroranschlägen ermordet worden”.

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